Datendiebstahl: 2008 Schaden von 1 Billion Dollar

Recht, Politik & EU Der Schaden durch Datendiebstähle von Internet-Kriminellen belief sich 2008 weltweit schätzungsweise auf bis zu 1 Billion Dollar. Das ergab eine Hochrechnung des Sicherheits-Unternehmens McAfee. Die Analyse basiert auf einer Befragung von 800 IT-Verantwortlichen aus Unternehmen aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Japan, China, Indien, Brasilien und Dubai. Die Daten sollen auf der kommenden Weltwirtschaftskonferenz im Schweizer Davos detailliert dargelegt werden.

Demnach schätzen die Manager, dass ihnen allein in ihren Unternehmen durch Einbrüche in Computersysteme und ähnliche Taten im letzten Jahr Daten im Wert von rund 4,6 Milliarden Dollar entwendet wurden. Weitere 600 Millionen Dollar mussten in Maßnahmen zur Behebung der Schäden investiert werden.

Das Risiko des Datenverlustes wird dabei durch die Weltwirtschaftskrise noch verschärft. Immerhin sind es vor allem Mitarbeiter, die am häufigsten Daten entwenden. Entlassungen sorgen dafür, dass solche Taten als Racheakte zunehmen. Aber auch Existenzangst kann ein Motiv sein - schließlich lassen sich firmeninterne Informationen im besten Fall durchaus gewinnbringend verkaufen.
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