 Ein 17 Jahre alter Teenager aus den USA wurde kürzlich des Mordes schuldig gesprochen, da er seine Mutter nach einem Streit um den Xbox-Titel "Halo 3" erschoss. Sein Vater überlebte die Tat schwer verletzt.
Bei dem Prozess sorgte der Richter James Burge mit einer Äußerung für viel Aufsehen, die jetzt eine bereite Diskussion in den USA zur Folge hat. "Ich bin fest davon überzeugt, dass Daniel Petric beim Ausbrüten seines Mordplans keine Vorstellung davon hatte, dass seine Eltern für immer tot sind, wenn er sie erschießt", sagte Burge.
Der Richter ist fest davon überzeugt, dass der 17-Jährige durch seinen Spielekonsum den Unterschied zwischen virtuell getöteten Figuren und real ermordeten Menschen nicht mehr erkannt hat. Seine Mutter wollte ihm das Spielen von Microsofts "Halo 3" verbieten. Daraufhin knackte er nachts die Waffentruhe seines Vaters und schoss seinen Eltern in den Kopf.
Laut einem Bericht der Webseite ' Gamepolitics.com' ist der Richter der Meinung, dass zu wenig über die Wirkungsweise von Videospielen bekannt ist. Er verglich das Spielen von Halo 3 mit der Wirkung von Rauschgiften. So machen Videospiele abhängig und trüben den Sinn für die Realität.
Der Schuldspruch bedeutet für den 17-Jährigen eine mögliche Verurteilung zu lebenslanger Haft ohne Bewährung. Sein Anwalt wollte durchsetzen, dass er als unzurechnungsfähig eingestuft wird. Microsoft erklärte in einer kurzen Stellungnahme, dass man sich über die Situation im Klaren ist und sie für einen tragischen Fall hält.
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