CES: LG kündigt OLED-Displays im 15-Zoll-Format an

Monitore & Displays Der südkoreanische Elektronikkonzern LG nimmt demnächst die Produktion von OLED-Panels im 15-Zoll-Format auf. Diese sollen in Monitoren für Computer oder kleinen Fernsehern zum Einsatz kommen.

Das Panel wurde auf der Messe CES erstmals der Öffentlichkeit vorgeführt. Es ist 1,4 Millimeter dick. Der Start der Massenproduktion ist für den Juni vorgesehen, so das Unternehmen. Leuchtkraft und Farbbrillanz sollen deutlich besser sein als bei herkömmlichen LCDs.


Die Auflösung des Panels liegt bei 1.366 x 768 Pixeln. Die Lebensdauer gibt der Hersteller mit 30.000 Stunden an. Unklar ist bisher, was entsprechende Geräte später kosten werden, allerdings ist mit Preisen deutlich über denen herkömmlicher Flachbildschirme zu rechnen.

"Es ist kein besonders guter Zeitpunkt mit solch einem Luxusprodukt an den Markt zu gehen, da wir uns in einer Rezession befinden", sagte Kim Won, Leiter des OLED-Marketings bei LG. Allerdings sei es langsam an der Zeit, in die Vermarktung einzusteigen und die Reaktionen der Kunden zu testen.
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So einen Marketingmenschen würd ich sofort entlassen. Nicht weil er lügt, aber seine Aussage ist nicht besonders verkaufsfördernd. Man kann nicht auf einer Messe, auf der Zukunftstrends wie 900 Dollar Westentaschennotebooks oder riesige TFTs vorgestellt werden, von seinem Produkt behaupten, es wäre teurer Luxus, bei dem man am besten noch wartet, es zu kaufen.
 
@lumpi2k: Ach komm schon, dieses Schöngerede ist man sich inzwischen schon sowas von gewöhnt, dass man es ohnehin überliest. Da beeindruckt zumindest mich Ehrlichkeit mehr. Und BILD Leser (welche man mit grossartigen Marketingssprüchen vielleicht noch beeindrucken kann) gehören ohnehin nicht zu den potentiellen Kunden von HiTech-Luxusgütern.
 
@Zebrahead: Würdest du aufgrund dieser Aussage so ein Produkt jetzt kaufen? Nein? Dann war das wohl das falsche Marketing. Ich sage ja nicht, dass man ein unausgereiftes Produkt schönreden muss, aber LG hat sich die Mühe gemacht, die OLED Displays zu entwickeln, also wollen sie sie auch verkaufen. Natürlich habe ich als Verkäufer schon so manchem Kunden Empfehlungen für Produkte anderer Firmen gegeben, allerdings ausschließlich dann, wenn es aussichtslos ist, dass mein Produkt das ist, was der Kunde sucht. In so einem Fall kann man sich durch Ehrlichkeit immernoch einen guten Ruf sichern und vielleicht darauf bauen, dass der Kunde sich beim nächsten Mal dran erinnert. Etwas ganz anderes ist es aber, gezielt von Produkten der eigenen Firma abzuraten.
 
@lumpi2k: Natürlich ist die Aussage nicht verkaufsfördernd - auf den ersten Blick. Aber wie Zebrahead schon gesagt hat, diese Ehrlichkeit ist mal etwas absolut frisches und spricht mich mehr an als wenn hier der übliche Marketing-Wisch zu lesen wäre. In beiden Fällen würde ich aber kein Geld mehr für ein 15"-Display ausgeben.
 
@lumpi2k: Auf rational denkende Menschen wirkt Marketing ohnehin nicht, deswegen ist es für mich auch schwer nachvollziehbar inwiefern man sich von solchem Gerede zu einem Kaufentschluss drängen lassen kann. Davon abgesehen: Er sagt nicht, dass das Produkt schlecht ist, sondern das es ein Luxusartikel ist, welcher schlecht in die Zeit der Rezession passt. Für mich ist das eine Produktaufwertung, er macht es damit sozusagen zu einem teure Trendartikel wie damals das I-Phone. Und dort wirkt das Marketing des teuren Spielzeugs ja auch heute noch. Ich würde ihm also nicht mangelndes Marketingwissen vorwerfen sondern eher im Gegenteil: Er spricht damit die richtigen Leute an, denn teure Preise für "unnötige" Produkte kauft die Mehrheit der Kosumenten nicht.


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