 Die chinesische Regierung will in den kommenden Tagen verstärkt gegen Webseiten vorgehen, die den Zugang zu "anstößigen Inhalten" ermöglichen. Betroffen sind unter anderem Suchmaschinen.
Das Ministerium für öffentliche Sicherheit und sechs Behörden wollen bei der landesweiten Kampagne zusammenarbeiten. Diese richtet sich sowohl gegen die Suchmaschinen Google und Baidu, aber auch gegen große chinesische Portale wie Sohu und Sina, berichtet die Tageszeitung ' China Daily'.
Insgesamt 19 Anbieter, so hieß es, hätten sich nicht an Aufforderungen gehalten, den Zugang zu den fraglichen Inhalten zu unterbinden. Mit der Aktion soll nun dafür gesorgt werden, dass die "Verletzung der öffentlichen Moral und die Bedrohung der physischen und mentalen Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen" unterbunden werden.
"Einige Webseiten haben Lücken in der Gesetzgebung und der Regulierung ausgenutzt", sagte Cai Mingzhao, Stellvertretender Leiter der Informationsbehörde des chinesischen Staatsrats. "Sie haben alle möglichen Wege genutzt, minderwertige, geschmacklose und vulgäre Inhalte zugänglich zu machen."
Die betroffenen Unternehmen äußerten sich bisher nicht zu der Ankündigung. Meist waren sie über die Ergebnisse des Treffens der Behördenvertreter, das erst am heutigen Vormittag (Ortszeit) stattfand, noch nicht informiert.
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