RIAA trennt sich von umstrittenen Filesharer-Jägern

Filesharing Der US-Musikverband RIAA hat sich von der Firma MediaSentry getrennt, die bisher im Auftrag der großen Musikfirmen Beweise gegen Filesharing-Nutzer sammelte. Dies berichtete das Wall Street Journal am gestrigen Sonntag.

Zuvor hatte es bereits entsprechende Meldungen gegeben, wonach die RIAA künftig die von dem dänischen Unternehmen DtecNet Software entwickelte Technologie nutzen will. Später soll dann mit BayTSP ein amerikanischer Konkurrent zum Nachfolger von MediaSentry werden.


Ob der Wechsel des Software-Lieferanten Teil des kürzlich abgegebenen Versprechens der Musikriesen ist, nicht mehr ihre eigenen Kunden zu verklagen, bleibt abzuwarten. MediaSentry hatte in der Vergangenheit mehrfach wegen umstrittener Ermittlungsmethoden für Aufsehen gesorgt.

So wurde das Unternehmen für seine Praxis kritisiert, bestimmte Dateien aus Filesharing-Netzwerken herunterzuladen und diese dann vor Gericht als Beweis gegen die Anbieter zu verwenden. Außer der Weitergabe an die Ermittler von MediaSentry sei den Beklagten eigentlich keine Verbreitung nachzuweisen, so der wichtigste Kritikpunkt.
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Ich bin ja mal gespannt wie sich das ganze entwickelt. Die Musikindustrie ist eine zu gewinnversprechende Sparte als das man den einfachen Konsumenten jemals gewähren lässt.
 
@Oruam: Keine Ahnung aus welcher Zeit du kommst, aber hier in meiner Zeit geht es so massiv Bergab mit der Musikindustrie, daß sie aus purem Selbsterhaltungstrieb umdenken müssen. Abgesehen von den "bösen" Filesharern bringt die MI fast nur noch mist raus und lässt sich diesen mehr als teuer bezahlen. Fast schade, das es noch filesahring gibt, wäre dies nicht der Fall, würde die MI feststellen, das es nicht wegen der Sharer ist, das sie keinen Gewinn mehr machen, sondern das es eher ein Problem mit der Qualität und Preis ist...
 
@silentius: "...bringt die MI fast nur noch mist raus und lässt sich diesen mehr als teuer bezahlen..." klingt für mich nach einer "gewinnversprechende Sparte". Immerhin macht diese Bande immer noch genug Gewinn um sich teure Hobbies wie Prozesse, Lobbyismus und überteuerte Künstler leisten zu können. Gejammert wird sowieso in jeder Branche. (z.B. die Filmindustrie jammert seit Jahren, obwohl im letzten jahrzehnt nach dem Kinosterben der 80er und 90er mehr Leute ins Kino gehen, die erfolgreichste Kinostarts und Filme aus den letzten 10 Jahren stammen und man im Gegensatz zu früher auch DVD- und BluRay-Verkäufe und Merchandising hat.) Der Musikbranche geht es nicht so schlecht, wie sie gerne Glauben machen möchte, nur hat sie halt nicht mehr derartig unverschämte Gewinnspannen wie seit Einführung der CD (woran sie Großteils selbst schuld ist)
 
@moribund: Das Hauptproblem der MI ist die MI selbst meiner Meinung nach. Soviel Ranz, wie die auf den Markt bringen, kann doch keiner kaufen! Jede dahergelaufene Uschi, die halbwegs nach was aussieht, dafür aber umso schrecklicher singen kann, wird zum Popstar gekürt. Dazu noch dieses ständige Gecaste nach dem neuen Superstar usw. Wenn man den Markt überschwemmt und dazu den ehrlichen Kunden mit Kopierschutzmechanismen terrorisiert, dann muss man sich eben nicht wundern, wenn man nicht alles von dem Rotz verkauft bekommt.
 
@Mordy: Meiner Meinung nach ist das Hauptproblem der MI (neben zuviel Gier und der Tatsache, daß sich Kunden nicht mehr durch überteuerte "1 Song = Hit - 9 Songs = Shit"-Alben verarschen lassen) die Managermentalität. Wie in anderen Sparten der Industrie versucht man das Produkt am Fließband herzustellen. Wenn ein Song, ein Künstler oder ein Konzept funktionieren, werden sie 1 zu 1 kopiert und als einheitliche Massenware produziert, als Wegwerfprodukt. Das ist ja auch die Idee der Castingshows: Fließbandproduktion mit möglichst minimierten Risiko -> 1-2 Jahre werden dann die neuen kontrollierten Marionetten vorgeführt und ausgepreßt, dann weggeworfen. Nur Kunst funktioniert halt nicht als Fließbandprodukt, wenn die Einzigartigkeit verloren geht.


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