RIAA trennt sich von umstrittenen Filesharer-Jägern

Filesharing Der US-Musikverband RIAA hat sich von der Firma MediaSentry getrennt, die bisher im Auftrag der großen Musikfirmen Beweise gegen Filesharing-Nutzer sammelte. Dies berichtete das Wall Street Journal am gestrigen Sonntag. Zuvor hatte es bereits entsprechende Meldungen gegeben, wonach die RIAA künftig die von dem dänischen Unternehmen DtecNet Software entwickelte Technologie nutzen will. Später soll dann mit BayTSP ein amerikanischer Konkurrent zum Nachfolger von MediaSentry werden.

Ob der Wechsel des Software-Lieferanten Teil des kürzlich abgegebenen Versprechens der Musikriesen ist, nicht mehr ihre eigenen Kunden zu verklagen, bleibt abzuwarten. MediaSentry hatte in der Vergangenheit mehrfach wegen umstrittener Ermittlungsmethoden für Aufsehen gesorgt.

So wurde das Unternehmen für seine Praxis kritisiert, bestimmte Dateien aus Filesharing-Netzwerken herunterzuladen und diese dann vor Gericht als Beweis gegen die Anbieter zu verwenden. Außer der Weitergabe an die Ermittler von MediaSentry sei den Beklagten eigentlich keine Verbreitung nachzuweisen, so der wichtigste Kritikpunkt.
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