Creative: Fast die Hälfte der Mitarbeiter entlassen

Wirtschaft & Firmen Der Singapurer Hardware-Hersteller Creative Technology hat seine Belegschaft im letzten Geschäftsjahr massiv verkleinert. Fast die Hälfte der Beschäftigten verlor ihren Arbeitsplatz.

In einer Pflichtmitteilung an die Singapurer Börsenaufsicht, der erst jetzt veröffentlicht wurde, sind bereits zum Juni 2008 nur noch 3.100 Mitarbeiter verzeichnet. Das sind 2.700 weniger als das Unternehmen noch ein Jahr zuvor beschäftigte.


Hintergrund soll einerseits der relativ geringe Erfolg des Herstellers auf dem Markt für portable Music Player sein. Andererseits hat das Unternehmen aber auch in anderen Bereichen Probleme, im Konkurrenzkampf mit Wettbewerbern mitzuhalten, die in Sachen Finanzen, Marketing, Produktion und Vertrieb besser aufgestellt sind.

Im letzten Geschäftsjahr verbuchte Creative so einen Verlust von 19,7 Millionen Dollar. Der Umsatz lag bei 736,8 Millionen Dollar und damit auf dem niedrigsten Level seit fünf Jahren. Die aktuelle Entwicklung der Weltwirtschaft dürfte zusätzlich kaum dazu führen, dass sich die Situation wesentlich verbessert.
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Und wieder ein paar Arbeitslose mehr aber es sind ja auch nur Menschen so wie du und ich.
 
@kwisi: und es ist verdammt nochmal kaufkraft! wie sich die unternehmen seit jahren selbst schädigen mit kurzsichtigen entlassungen zur gewinnoptimierung und dabei anscheinend echt nicht bedenken, dass sie damit den konsum massiv und sich selbst nachhaltig schädigen, geht mir nicht in den kopf! nur noch zahlen und prozente im hirn, ansonsten muss da echt alles kaputt sein in der birne. man sollte entscheider endlich mal zur verantwortung ziehen und ihre bonis und gehälter zusammen streichen anhand von angestelltenzahlen und -zufriedenheit, statt nur bilanzen. ich gehe fest davon aus, dass dann ganz andere und neue wege gefunden werden, ordentlich zu haushalten. es ist eine frechheit vor dem herrn, wie mit den menschen mittlerweile umgegangen wird. das sind zustände fast wie im mittelalter. ach was, die gabs ja vor 70, 80 jahren noch... sauerei ohne ende.
 
@MaloFFM: kann ich nur zustimmen. ich bin der meinung die großen konzerne nehmen ihre soziale verantwortung viel zu oft einfach nicht wahr. da werden managementfehler vertuscht und sich der eigene sack gefüllt. aber man sollte nicht vergessen, wer in so ner firma das produktivste tut - nämlich oftmals der kleine mann der bei den kleinsten sachen an die luft gesetzt wird. wenn das so weitergeht, dann können echt n paar firmen schließen weil dann keiner mehr deren produkte will bzw. sich die gar niemand mehr leisten kann. nur is dann das problem, auf wen schiebens die anzugträger dann? sicher auf raubkopierer und andere verbrechertypen.
 
@MaloFFM: Im Stern war vor 1-2 Jahren mal ein Artikel, der das Ganze ziemlich gut analysiert hat: Manager werden auf wenige Jahre angeheuert, mit Verträgen, die ihnen eine große Gewinnbeteiligung für die Gewinnoptimierung versprechen. Für den kurzfristigen Zeitraum, in dem sie unter Vertrag stehen, wird rücksichtslos alles getan um das Unternehmen zu optimieren. Ob das Unternehmen langfristig dadurch geschädigt wird, interessiert den Manager nicht, denn dann ist er schon weg, bei der nächsten Firma.
 
@MaloFFM: Vor 70, 80 Jahren, lol, meinst du die von der Depression geplagte Zeit, die Hitl3r es ermöglicht hat an die Macht zu kommen?


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