Apple: Letztmalig auf MacWorld - ohne Steve Jobs

Wirtschaft & Firmen Mit einer kurzen Mitteilung sorgte der Computer-Hersteller Apple gleich zweifach für Aufsehen: Konzernchef Steve Jobs hält im Januar keine MacWorld-Keynote und es ist überhaupt der letzte Auftritt der Firma auf der Messe.

Wie das Unternehmen mitteilte, sehe man keine Notwendigkeit mehr an der Teilnahme an Messen dieser Art. Der Markt habe sich geändert und man erreicht die potenziellen Kunden auf ganz anderen Wegen - beispielsweise in den Apple Stores, die derzeit 3,5 Millionen Besucher pro Woche verzeichnen. Mehrere hundert Millionen seien es sogar auf der Firmen-Webseite.

Mit dieser Entscheidung liegt Apple im Trend: Auch andere IT-Messen haben immer größere Probleme, ihre wichtigsten Aussteller zu halten. Für deutlich mehr Aufregung sorgte allerdings der Hinweis Apples, dass die letzte Keynote zur Eröffnung der Messe nicht von Steve Jobs gehalten wird.


Statt dessen wird am Morgen des 6. Januar Apples Marketing-Chef Philip Schiller im Moscone Center von San Francisco vor die Messebesucher treten und die neuesten Produkte des Herstellers zeigen. Schiller hatte diese Aufgabe bereits einmal inne: Als Jobs sich von der Operation infolge einer Krebserkrankung erholte.

Seitdem gibt es ständig Spekulationen um den Gesundheitszustand des Apple-Mitbegründers, die sich stets sofort negativ auf die Entwicklung des Aktienkurses auswirken. Auch nach der gestrigen Mitteilung fiel der Wert Apples an den Börsen sofort um 5 Prozent.

Auf den ersten Blick ist es sicher verwunderlich, dass das Befinden einer einzelnen Person für die Anleger solch eine Bedeutung hat. Ein Blick auf die Geschichte Apples sorgt aber für Klarheit. Nachdem Jobs Apple 1985 verlassen hatte, stand die Firma Mitte der 90er Jahre kurz vor dem Ruin. 1996 kehrte der Mitbegründer schließlich zurück und führte das Unternehmen zu neuer Größe.

Damit wird 2009 erstmals seit Langem nicht mehr auf die für die IT-Branche inzwischen schon traditionelle Weise eröffnet: Während Jobs bisher die MacWorld eröffnete, stand einige Kilometer weiter stets Bill Gates auf der Bühne und leitete die Unterhaltungselektronikmesse CES ein. Dieser hatte sich bereits im letzten Januar von seinem Publikum verabschiedet.
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Erste vorsichtige Versuche, ohne Stevie auszukommen. Bin ja mal gespannt, wie lange das hält, wenn Steve Jobs weg ist...
 
@VBTricks: Microsoft ohne Gates, Volkswagen ohne Piëch, Apple ohne Jobs... es werden IMMER diese Leute im Hintergrund sein, die weiterhin die Fäden ziehen, sei es im Falle Gates, Piëch oder Jobs ... bis zum Tode sagen die noch wo es lang geht! Auch, wenn es keiner mitbekommt. Mit solchen Männern steht und fällt ein Imperium.
 
@ARGHH: Richtig. Mal am Beispiel von bill Gates. Der Mann hatte noch nie richtig Ahnung von dem was er macht(in Sachen Windows), die braucht er auch nicht. Der Mann ist ein Wirtschaftsgenie, wo immer er seine Hand im Spiel hat kommt bares bei raus. Steve Jobs hingegen könnte nem Eskimo alle Klimaanlagen dieser Welt verkaufen. Ich hab selten jemanden gesehn der so überzeugend ein Produkt an den Mann bringt wie er. Wenn diese nunmal weg sind ist die Firma einfach gefährdet. Das schreckt die Aktionäre ab und sie Verkaufen.
 
[re:3] tk69 am 17.12.08 18:12 Uhr
(-2
@Gnahhh: Richtig. Bei Apple hingegen ist das anders. Steve Jobs hat ein Händchen dafür, was der Kunde haben möchte und das verpackt in Design und Intuition. Das hat Gates nie so richtig hinbekommen, Balmer schon gar nicht.
 
@tk69: so gut kann sein händchen auch nicht sein... kenne keinen, der einen applerechner besitzt...


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