Amazon UK: Massive Arbeitshetze vor Weihnachten

Wirtschaft & Firmen Für die Beschäftigten des Online-Händlers Amazon ist die Vorweihnachtszeit alles andere als besinnlich. Das gilt vor allem für die Angestellten in Großbritannien, deckte die Zeitung 'The Sunday Times' auf.

Um das Ziel einer schnellstmöglichen Lieferung bei niedrigsten Preisen zu erreichen, soll das Unternehmen die Mitarbeiter massiv unter Druck setzen. Das berichtete die Zeitung nach Recherchen, die Redakteure im Amazon-Versandhaus in Bedfordshire durchführten.

Demnach müssen die Beschäftigten mit ihrer Entlassung rechnen, wenn sie krank werden. Für jeden Tag krankheitsbedingten Ausfalls wird einem Mitarbeiter ein Punkt angerechnet. Sechs Punkte bedeuten die Kündigung - auch wenn ein ordentliches ärztliches Attest vorliegt.


Weiterhin wird im Anschluss an die normale Fünf-Tage-Woche eine Nachtschicht von 10,5 Stunden verlangt, die von Samstag Abend bis Sonntag Morgens um 5 Uhr dauert. Damit haben die Angestellten faktisch nicht einen Tag in der Woche vollständig frei.

Die Arbeitsbelastung sei dabei enorm, so die Zeitung. Die Zielvorgaben würden sogar von einigen Managern als unglaublich hoch bewertet. So muss ein Beschäftigter, der Xbox 360-Spielekonsolen für den Versand verpackt in einer Stunde 140 Pakete schaffen, um das Soll zu erreichen. Bis zu 22 Kilometer läuft man dabei während einer Schicht in den Lagerhäusern umher.

Das Unternehmen versucht dabei Druck zur Durchsetzung der Vorgaben aufzubauen, indem Mitarbeiter gegeneinander ausgespielt werden. Die zum Lohn gehörenden Bonuszahlungen werden beispielsweise für eine gesamte Gruppe gekürzt, wenn eines ihrer Mitglieder die Ziele nicht erreicht.

Pro Schicht gibt es dabei zwei Pausen, eine von 15 und eine von 20 Minuten. Außerhalb dieser Zeiten darf man nur auf die Toilette gehen, wenn man sich eine Erlaubnis eingeholt hat, berichtete die Zeitung weiter.
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Erinnert mich jetzt spontan an China. Die nächste Stufe wäre, dass Amazon UK-Mitarbeiter in Containern übernachten müssen.
 
@Recon_g4: Da kann man nur hoffen, dass gegen Amazon schwere Strafen verhängt werden für das Vorgehen und zwar solche, dass es sich, auch nach Strafzahlung finanziell nicht bezahlt macht.
 
@Memfis: Richtig. Da würde ich auch lieber einen Tag länger auf mein Paket warten.
 
@Recon_g4: da musste nicht erst nach china schauen. als ich seinerzeit als studentische hilfskraft bei DHL gearbeitet habe, war es nicht besser.
 
Solange in den Containern keine Überwachungskamera ist...


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