Studie: Web im Jahr 2020 - Keine Tastatur, kein DRM

Internet & Webdienste Eine aktuelle Studie des Pew Internet and American Life Project zeigt, wie sich Internet-Experten die Zukunft des World Wide Web vorstellen. Vor allem Mobiltelefone sollen dabei bis zum Jahr 2020 in den Mittelpunkt rücken.

In der mittlerweile dritten Expertenbefragung kommen die Projektleiter zu dem Ergebnis, dass der Großteil der Internetnutzer bis 2020 mobil im Netz unterwegs sein wird. 64 Prozent der Befragten sind zudem der Meinung, dass herkömmliche Eingabegeräte in zwölf Jahren der Vergangenheit angehören.


Anstatt mit Maus und Tastatur erfolge die Eingabe in Zukunft mittels Sprache und Touchscreens. Dies werde die Eingabeverfahren im nächsten Jahrzent grundlegend verändern, heißt es. Etwas mehr als die Hälfte der befragten Experten geht davon aus, dass die Grenze zwischen Arbeit und Privatem künftig weiter verschwimmt.

Als Grund hierfür gaben sie neue Technologien an. Mehr Flexibilität und Freiheit seien jedoch nicht nur von Vorteil, sondern würden für viele Arbeitnehmer auch zunehmend Stress bedeuten. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass es bis 2020 kein "Internet der nächsten Generation" geben wird.

Die Grundstruktur bleibe bis auf neue Technologien wie IPv6 bestehen, sind sich immerhin 76 Prozent der Experten sicher. Eine "effektive Kontrolle über Inhalte" und damit ein Schutz vor Raubkopien im Internet wird es auch bis zum Jahr 2020 nicht geben meinen die Experten - dies dürfte vor allem Plattenfirmen und Filmstudios sauer aufstoßen.

Weitere Informationen: The Future of the Internet III (PDF)
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Das mit der Sprache ist schwachsinn wenn ich mit meinem PC demnächst wegen jedem Bluescreen rumdisktuieren darf hänge ich meinen Job als Informatiker an den nagel... man ist immer noch am schnellsten mit der Tastatur und es würde auch nerven wenn neben dir in der S-Bahn irgendwelche dummen seiten aufruft und ganze Post verfasst... Das mit dem Mobielen Internet dem stimme ich zu ... zum rest schau mer mal das kann man denke ich heute noch ned sagen aber sprache ganz bestimmt ned ^^ das wollten sie uns auch schon vor 20 Jahren weis machen immer diese möchtegern experten
 
[re:1] deco am 15.12.08 18:25 Uhr
(+9
@-Revolution-: Sehe ich ähnlich. Gerade in Großraumbüros oder in Internet-Cafés kann das nichts werden, wenn alle mit ihrem PC quatschen. Aber auch bzgl. der Touch-Screens bin ich nicht überzeugt. Es macht einen großen Unterschied, ob ich eine Maus wenige Zentimeter hin und her bewege oder dauernd mit den Händen vor dem Bildschirm rumfummeln muss. Jemand, der den ganzen Tag am PC arbeitet, wird da schon nach kurzer Zeit üblen Muskelkater haben.
 
@-Revolution-: mh Touchscreen wird schon die "Revolution" werden, denke ich mal! Hat das eigentlich mit dem iPhone angefangen oder irre ich mich da? Mobiles Internet wirds auf jeden Fall geben, nur bezweifle ich, dass es noch Unterschiede zwischen Mobiltelefon und Computer geben wird - beides wird eines denk ich mal! @deco: Touchscreen-Tastatur macht keinen Unterschied und ein Herumfuchteln wirds sicher nicht - dafür werden neue Betriebssyteme schon sorgen! Falls doch, können Büroarbeiter auch von körperlicher Arbeit sprechen :D
 
@sibbl: Naja, Touchscreen ist zwar ganz toll, aber es sollte dann auch schon sinnvolle Anwendungen dafür geben. Microsoft hat sich bei der Neuverfilmung von Der Tag an dem die Erde stillstand ein schönes Werbeplätzchen eingekauft, doch sinnvoll wird diese Technik dabei auch nicht genutzt. Sieht zwar schick aus, aber viel mehr ändert sich wohl auch nicht. PS: Der genannte Film ist grottenschlecht, lieber das Kinogeld für einen Videotheksgang sparen, um sich das Original anzuschauen. :-)
 
@-Revolution-: Ich denke Touchscreen und "Sprache" werden einfach zwei Alternativen sein, die nur ein kleiner Kreis nutzt. Die meisten bleiben bei Tastatur. Wenn man mit Maus und Tastatur umgehen kann (was 2020 so ziemlich jeder über 10 Jahre können wird), ist es die effizienteste Eingabemöglichkeit. Achja diese Studien! Ich erinnere mich gut an die Studien im Jahr 2000, die uns für 2005 vorausgesagt haben: jeder wird ein faltbares Display aus "elektronischem Papier" eingesteckt haben und in der U-Bahn werden die Leute damit und über Handy im Netz surfen, etc, etc. Es kommt immer anders als diese Studien voraussagen.


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