Händler: E-Books sind Bedrohung für den Buchhandel

Handel & E-Commerce E-Books werden zukünftig zu einer Bedrohung für den traditionellen Buchhandel. Dieser Einschätzung ist Stephan Jaenicke, Vorstandsmitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

"Am Anfang werden E-Books sicher nur von einem exklusiven Nutzerkreis genutzt werden, mittelfristig werden sie aber sicher signifikante Marktanteile erobern", sagte er in einem Interview mit der Fachzeitschrift 'Der Handel'. Die Herausforderung, der sich die Branche in den kommenden Jahren stellen müsse, sei also riesig.


Man müsse sich darauf einstellen, dass die Inhalte zukünftig nicht mehr an das Medium gebunden sind, wie es bisher üblich war. "Und der Buchhandel scheint mir noch eine sehr zwiespältige Haltung zu diesem neuen Verständnis zu haben", so Jaenicke weiter.

Aufzuhalten sei diese Entwicklung nicht. "Es ist nur die Frage, ob man den Markt der E-Books komplett den großen Playern wie Amazon und Google überlässt oder auch selbst noch mitspielen möchte", erklärte Jaenicke. So müsse beispielsweise die Frage der Preisbindung geklärt werden, wenn E-Books nicht zur billigen Konkurrenz zum gedruckten Werk werden sollen.

Ein Preissturz, der durch E-Books ausgelöst wird, könnte drastische Konsequenzen haben, befürchtet Jaenicke. Unter solchen Umständen geht die Wertschöpfung, die in der Branche geleistet wird, den Bach 'runter. Wer soll noch in die Entwicklung von Inhalten investieren, wenn damit kein Geld mehr zu verdienen ist und die getätigten Investitionen sich nicht mehr über den Verkauf der Werke refinanzieren lassen?", so der Buchhändler.
Diese Nachricht empfehlen:
 
Traktoren sind Bedrohung für Pferdefuhrwerkhandel! Was für ne Binsenweisheit.
 
@voytela: ... der Buchhandel ist eine Bedrohung für den Wald :-)
 
[re:2] Yun am 13.12.08 00:40 Uhr
(+1
@SkyScraper: Ist er nicht, alle Wälder, aus denen Holz geschlagen wird, werden natürlich wieder aufgeforstet. Wäre es anders, hätten wir unsere Wälder in Deutschland schon längst verloren. Holz ist ein wichtiger Rohstoff und viel zu wertvoll, um ihn in seiner Gesamtheit nicht erhalten zu wollen.
 
Klar muss darauf geachtet werden. Aber im Prinzip ist alles OK solange der Buchhandel nicht den gleichen Fehler macht wie die Musikindustrie.
 
@Speckknoedel: Die selben Fehler wie die Musikindustrie machte auch die Filmindustrie. Die TV-Sender stehen gerade dort, wo die Musikindustrie vor knapp 10 Jahren stand und sind so verdammt dämlich und ignorant, ebenfalls ganz die selben Fehler zu wiederholen. Wieso sollte es im Buchhandel anders sein?


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

MSDN Online

News zu Windows