
Der taiwanische Hardware-Hersteller Quanta hat eine
neue Technologie zur kostengünstigen Realisierung von Touch-fähigen Displays vorgestellt. Das System arbeitet mit zwei einfachen Kameras statt mit den sonst üblichen Sensoren.
Quantas "Optical Touch" genannter Ansatz war während der
Windows Hardware Engineering Conference 2008 (WinHEC) zu sehen, die jüngst in Peking Station machte. Das Konzept wurde wegen seiner innovativen Eigenschaften auch gleich von Microsoft mit einem "
WinHEC Award" ausgezeichnet.
Bei Optical Touch kommt kein
resistiver oder
kapazitiver Touchscreen zum Einsatz. Stattdessen platziert Quanta zwei Kameras über den oberen Ecken des Displays. Diese ermitteln die Position der Finger des Anwenders und geben sie an eine spezielle Software weiter, die den Cursor an der entsprechenden Stelle anzeigt.
Das System unterstützt auch die Multitouch-Eingabe mit mehreren Berührungspunkten, so dass eine Steuerung mit Gesten möglich ist. Dadurch können Bildschirminhalte mit zwei Fingern zum Beispiel gedreht oder gezoomt werden. Microsoft hatte vor einigen Wochen einen
ähnlichen Ansatz gezeigt.
Der große Vorteil von Quantas Optical Touch soll in den niedrigen Kosten liegen, weil nur zwei Kameras benötigt werden. Der Kostenvorteil gegenüber "echten" Touchscreens liegt in der Skalierbarkeit. Während Touchscreens mit wachsender Diagonale immer teurer werden, bleibt der Preis für Optical Touch niedrig.
Quanta will Optical Touch sowohl bei Desktop-Displays, als auch bei Notebooks einsetzen. Fertige Produkte kommen schon bald auf den Markt, da die Massenproduktion in Kürze starten soll. Spätestens mit der Einführung von Windows 7 werden Multitouch-Geräte auch in der PC-Welt auf breiter Front Einzug halten.
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