Microsoft geht gegen private Vista-Werbung vor

Windows Microsoft hat einen Privatmann aufgefordert, eine Webseite offline zu nehmen, auf der er von ihm selbst entwickelte Werbung für Windows Vista ausstellte. Shmuel Tennenhaus aus Seattle musste das bisher unter "LifeTakesVista.com" erreichbare Angebot einstellen. Tennenhaus hatte über die Webseite eine Reihe von Werbekonzepten vorgestellt, die er sich selbst ausgedacht hatte. Er zeigte eine Reihe von Entwürfen für Plakate und Anzeigen, auf denen der Slogan "Life Takes Vista" in Anspielung auf einen von dem Kreditkartenanbieter VISA verwendeten ähnlich lautenden Werbespruch genutzt wurde.


Die Beispiele sind höchst unterschiedlicher Art. So zeigt eines der Plakate einen Jogger in Kombination mit den Sätzen "Running Takes Sneakers. Life Takes Vista". Ein anderes wiederum zeigt ein Ehepaar mittleren Alters zusammen mit dem Slogan "He Takes Levitra. Life Takes Vista" - Levitra ist ein potenzsteigerndes Mittel.

Microsoft verlangte von Tennenhaus nun die Entfernung der Webseite, weil er durch die Verwendung des Windows Logo Buttons den Eindruck erweckt haben soll, dass das Angebot von den Redmondern selbst betrieben oder unterstützt wird, bzw. zumindest in direkter Verbindung zu dem Unternehmen steht.

Offenbar haben Microsofts Anwälte also ein Problem damit, dass das Unternehmen mit den Werbemitteln des kreativen Privatmannes in Verbindung gebracht werden könnte. Tatsächlich hat aber sogar ihr oberster Chef Steve Ballmer eigentlich nichts gegen die Kampagne an sich, denn Tennenhaus stand nach eigenen Angaben direkt mit ihm in Kontakt.

In einer E-Mail-Konversation mit Steve Ballmer zeigte er dem Microsoft-Boss seine Entwürfe und stellte ihm auch die Webseite ausführlich vor. Für Tennenhaus war das Ganze nach eigenen Angaben ein gut gemeinter Versuch, den Gram der Microsoft-Oberen über die negative Wahrnehmung von Windows Vista in der Öffentlichkeit zu lindern.

Am Grundproblem hat sich allerdings nichts geändert. Tennenhaus hat nur noch bis heute Zeit, die problematischen Inhalte zu entfernen. Mittlerweile ist auf der Webseite nur noch ein Scan des Briefs von Microsoft mit der Entfernungsaufforderung zu finden. Die Anwälte der Redmonder pochen weiter auf die Entfernung des urheberrechtlich geschützten Logo Buttons.

Weitere Informationen: LifeTakesVista.com
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