Symantec: 'Piraten' lieben Spiele, Verlust aber gering
Der Sicherheitsdienstleister Symantec hat für seinen kürzlich veröffentlichten "Report on the Underground Economy" nicht nur das Geschäftsgebahren von Viren- & Wurmautoren und anderen Internetkriminellen untersucht.
Für den jährlich erscheinenden Bericht nahm man auch die Verbreitung von illegaler Software über das Internet unter die Lupe. Dabei stellte man nach Angaben von Téo Adams von Symantec fest, dass die wachsende Popularität von illegalen Downloads über das Internet der klassischen Software-Piraterie, bei der mit gefälschten Installationsmedien gehandelt wird, langsam aber sicher das Wasser abgraben könnte.
Da Personen, die wissentlich illegale Software erwerben wollen, zunehmend lieber kostenfreie Downloads nutzen, zahlen sie nicht mehr für gefälschte Medien, was den Profit der Anbieter derartiger Erzeugnisse schmälert, so Symantec. Während die klassische Piraterie durch Peer-to-Peer & Co zurück gedrängt wird, werden die neuen Filesharing-Technologien für die Softwarehersteller laut Symantec zu einer noch größeren Bedrohung.
Während der Untersuchungen für den Bericht, will der Sicherheitsdienstleister den Umschlag von illegaler Software mit einem Marktwert von rund 83 Millionen US-Dollar beobachtet haben. Insgesamt verliert die Softwarebranche nach Angaben der Business Software Alliance (BSA) jährlich rund 40 Milliarden US-Dollar.
Tatsächlich sind es nicht Betriebssysteme oder Anwendungen, die am häufigsten illegal kopiert werden, sondern Spiele. Fast die Hälfte aller Piraterieaktivitäten, die Symantec bei seinen Recherchen nachvollzog, beschränkten sich auf PC-Spiele. In keiner anderen Produktkategorie werde so oft geklaut, heißt es.
Die größten Verluste erleiden laut Symantec aber nicht die Spielehersteller, sondern die Anbieter von kommerzieller Desktop-Software, vor allem aus dem Bereich der Multimedia-Anwendungen. Gerade Bildbearbeitungs- und Animations-Software oder auch HTML-Editoren sorgen demnach für Verluste.
Hintergrund sind ihre meist recht hohen Regelpreise - Spiele kosten 50 Euro, Photoshop & Co gerne auch mal 1300.
Weitere Informationen: Report on the Underground Economy
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