 Wegen ihrer Beteiligung an einer Mobbing-Aktion, die eine 13-jährige Nutzerin in den Selbstmord trieb, wurde nun eine Frau in den USA in Teilen für schuldig gesprochen.
Die 49-jährige Lori Drew wird nur wegen der missbräuchlichen Nutzung eines Computers und dem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen des Social Networks MySpace belangt. Eine Beteiligung an einer Verschwörung wollte der Richter nicht sehen.
Die Tochter der Angeklagten hatte Ende 2006 einen Fake-Account auf MySpace erstellt. Über diesen gab sie sich als ein 6-jähriger Junge aus und kontaktierte ein Mädchen aus der Nachbarschaft, das ohnehin Probleme hatte, Kontakte unter Gleichaltrigen in der Gegend zu finden und psychisch labil war.
Über einen längeren Zeitraum baute der angebliche Josh ein Vertrauensverhältnis zu der Nutzerin auf und flirtete mit ihr. Eines Tages brach er den Kontakt jedoch plötzlich ab und schrieb seiner MySpace-Bekanntschaft, die Welt sei ohne sie ein besserer Ort. Die 13-Jährige erhängte sich daraufhin in ihrem Zimmer.
Laut den Ermittlungsergebnissen der Polizei wusste Lori Drew von den Aktivitäten ihrer Tochter. Da sie sich mit der Nachbarfamilie nicht verstand, soll sie das Mobbing mehrfach sogar aktiv unterstützt haben.
Nun drohen ihr bis zu drei Jahre Gefängnis, die Klagepunkte der Staatsanwaltschaft hätten sogar für bis zu 20 Jahre Haft gereicht. Das genaue Strafmaß soll nun im Dezember bekannt gegeben werden, wobei man in der US-Presse davon ausgeht, dass ein möglicher Gefängnisaufenthalt zur Bewährung ausgesetzt wird.
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