Symantec: OneCare-Ende ist Microsofts Kapitulation

Sicherheit & Antivirus Microsoft kündigte gestern an, sein kostenpflichtiges AntiVirus-Produkt Windows Live OneCare zugunsten einer kostenlosen Lösung aufzugeben. Für die Konkurrenz zeigt dies nach eigenen Angaben nur, dass Microsoft in diesem Marktsegment nicht wettbewerbsfähig ist. Für Symantec kommt die Einstellung von OneCare einer "Kapitulation" auf Seiten von Microsoft gleich. Außerdem unterstreiche der Schritt ein Mal mehr, dass es "einfach nicht in Microsofts DNA liegt, hochwertige, regelmäßig aktualisierte Sicherheit" zu bieten, erklärte Rowan Trollope, Senior Vice President des Endkundengeschäfts bei Symantec.

Die Verbraucher würden OneCare trotz seines niedrigen Preises ablehnen, weil die Software keinen ausreichenden Schutz und nur ungenügende Leistung bieten könne, so Trollope weiter. Dies hätten auch unabhängige Tests von Dritten belegt. Letztlich habe OneCare auch deshalb nur einen geringen Marktanteil erlangt, was für Symantec auch der Grund für die Einstellung ist.

Durch die Einführung einer funktionell reduzierten Gratis-Variante könne der mangelnde Schutz nicht aufgewogen werden, sagte Trollope. Die Kunden würden dadurch lediglich größeren Risiken ausgesetzt und müssten auf wertvolle Systemressourcen verzichten. Ihm zufolge sei OneCare weithin als ressourcenhungrig bekannt.

Sein Kollege Todd Gebhart von McAfee führte den Ausstieg von Microsoft aus dem Endkundengeschäft mit kostenpflichtiger AntiVirus-Software ebenfalls auf einen zu geringen Marktanteil von OneCare zurück. Microsoft hatte seinen Schritt auch damit begründet, dass es noch zu wenige Anwender gibt, die ihren PC mit grundlegendem Virenschutz ausrüsten, was man durch ein kostenloses Produkt ändern will.
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