Microsoft: Fehleinschätzung des Absatzes neuer PCs?
Einen wesentlichen Teil seines Umsatzes generiert das Unternehmen immerhin im OEM-Bereich durch die Auslieferung von Windows-Installationen auf neuen Computern. Hier muss davon ausgegangen werden, dass die bisher genannten Ziele nicht erreicht werden können.
Dem liegt offenbar eine gravierende Fehleinschätzung des PC-Marktes durch das Microsoft-Management zugrunde. Kürzlich, am 23. Oktober, veröffentlichte das Unternehmen eine Prognose, nach der die Zahl der ausgelieferten Rechner im kommenden Jahr um 8 bis 12 Prozent steigen wird. Entsprechend würden sich auch die Einnahmen im OEM-Geschäft entwickeln.
Analysten der Investmentbank Friedman Billings Ramsey gaben nun aber eine Marktanalyse heraus, in der sie ihre bisherige Schätzung von 8 Prozent auf nur noch 2 Prozent weltweit reduzierten und damit einen deutlich pessimistischeren Ausblick gaben. Das liegt auf einer Linie mit den neuen Prognosen Intels. Der Chiphersteller gab gerade eine Gewinnwarnung heraus und senkte angesichts der aktuellen Entwicklung ebenfalls seine Erwartungen.
Nach Angaben der Analysten seien damit auch die Ziele, die Microsoft sich steckte nicht mehr zu halten. Allerdings zeigte man sich zuversichtlich, dass der Konzern auch in schwierigen Zeiten eine wichtige Stütze der Industrie sein wird. Bereits bei der letzten Krise in den Jahren 2001 und 2002 legte das Unternehmen demnach eine große Stabilität an den Tag.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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