USA: Kunden verklagen schnüffelnde Provider

Recht, Politik & EU Mehrere Internet-Nutzer aus den USA wollen vor Gericht dagegen vorgehen, dass ihr Nutzungsverhalten bis ins kleinste Detail analysiert wird, um Werbeeinnahmen zu steigern. Die Klage richtet sich gegen das Startup NebuAd sowie sechs Provider, die dessen Technologie einsetzen. Die Firma hatte ein System entwickelt, das die abgerufenen Inhalte sehr genau analysiert. Das soll es Providern ermöglichen, selbst zielgruppengenaue Werbung auszuliefern und diesen Markt nicht Suchmaschinenbetreibern zu überlassen.

Der Traffic wurde dafür direkt an der Schnittstelle zum Nutzer kopiert und an das Datenzentrum NebuAd übermittelt. Dort wurden die Inhalte genau analysiert und die Ergebnisse an den Provider zurückgegeben.

Die Kunden der Provider sehen in der tiefgehenden Auswertung ihres Nutzungsverhaltens allerdings ihre Privatsphäre verletzt. Sie fordern insgesamt 5 Millionen Dollar Schadensersatz. Außerdem wurde beantragt, dass das Verfahren als Sammelklage auch für andere Betroffene geöffnet wird.

"Wie mit einem Staubsauger wurde alles, was die Leitung zum Kunden passierte, abgegriffen, kopiert und zu dem kalifornischen Datenzentrum weitergeleitet", heißt es in der Klageschrift. Damit hätten die beteiligten Unternehmen sowohl gegen Gesetze des Bundes als auch der Bundesstaaten verstoßen.
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