USA: IBM startet Aufbau von Powerline-Breitbandnetz

Netzwerk & Internet Powerline-Technologien für die Datenübertragung über Stromleitungen stehen für lokale Netze schon länger zur Verfügung. Nun soll auch das Stromnetz der Energieversorger zur Internet-Infrastruktur werden. An einem solchen Vorhaben arbeiten seit einiger Zeit bereits mehrere Startups. Im größeren Stil wurde hier aber noch kein Durchbruch erzielt. Jetzt schaltet sich mit dem IT-Konzern IBM aber auch ein Schwergewicht der Branche in die Entwicklung ein.

Hintergrund ist der nach wie vor bestehende Mangel an Möglichkeiten, viele ländliche Regionen mit Breitband-Anbindungen zu versorgen. Dabei arbeitet der Konzern mit dem Startup International Broadband Electric Communications (IBEC) zusammen.

Bei dem gemeinsamen Projekt konzentriert man sich vorerst auf relativ dünn besiedelte Gebiete im östlichen Teil der USA. In Partnerschaft mit lokalen Energieversorgern und Providern sollen hier auch jenen Einwohnern schnelle Internet-Verbindungen angeboten werden, die zu weit von Netzwerkknoten entfernt wohnen, um andere Breitband-Technologien wirtschaftlich einsetzen zu können.

Allerdings gibt es noch immer technische Hürden zu meistern. Erst kürzlich musste ein Stromversorger in Texas seine Powerline-Pläne zur Breitbandversorgung von rund 2 Millionen Kunden zurückstellen, weil sich die Datenübertragung als zu fehleranfällig erwies.

IBM und IBEC betonen allerdings, dass ihre Technologie deutlich besseren Ansätzen folgt, als die in Texas getesteten Systeme. Interferenzen mit anderen Anwendungen will man bereits weitgehend ausschließen können. Über kleine Verstärker, die in regelmäßigen Abständen an Strommasten montiert werden, sollen große Entfernungen überbrückt werden.

Binnen der kommenden zwei Jahre will man die Infrastruktur in den Zielregionen aufbauen. Rund 70 Millionen Dollar werden in das Projekt investiert. 340.000 Haushalte in den Bundesstaaten Alabama, Indiana, Maryland, Pennsylvania, Texas, Virginia und Wisconsin sollen dann versorgt werden können, von denen 86 Prozent keine Möglichkeit haben, einen Kabel- oder DSL-Anschluss zu buchen.
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