WinHEC: Windows 7 - Weniger Last = mehr Leistung
Microsoft hat anlässlich der Eröffnung der Windows Hardware Engineering Conference 2008 (WinHEC) noch einmal deutlich gemacht, dass Windows 7 zwar als neuer "Major Release" gilt, aber dennoch auf Windows Vista basieren wird.
Jon DeVaan, Senior Vice President der Windows Core Operating System Group, und Steven Sinofsky, Senior Vice President der Windows and Windows Live Engineering Group, zeigten während ihrer Eröffnungsansprache, wie Windows 7 die mit Windows Vista geschaffenen Ansätze weiter führt.

Zunächst gaben sie die Prognose ab, dass es mit Windows 7 eine weitere Reduzierung der Programmabstürze geben wird. Durch die ständige Verbesserung von Windows Vista und die hohe Stabilität der frühen Builds von Windows 7 - die Microsoft-intern teilweise bereits über ein Jahr produktiv genutzt werden - sei dies zu gewährleisten.
So habe sich die Zahl der Abstürze von Programmen unter Windows Vista auch unter Mithilfe der zahllosen Softwarehersteller, die für Microsofts Betriebssystem entwickeln, seit der Markteinführung stark senken lassen. Im Zuge der Veröffentlichung des Vista Service Pack 1 habe sich dieser Abwärtstrend weiter verstärkt.
Sinofsky und DeVaan waren bemüht den Besuchern der WinHEC klar zu machen, dass man weiter in Windows Vista investieren müsse. Die für Vista geleistete Arbeit werde schließlich auch in den Nachfolger einfließen. Dennoch werde es mit Windows 7 vor allem in Sachen Leistung einige wichtige Fortschritte geben.
So wurde die Dauer des Startvorgangs deutlich verkürzt, wofür Microsoft nach Angaben von DeVaan unter anderem auf das gleichzeitige Laden von Treibern setzt. Darüber hinaus sinkt die Zahl der beim Start ladenden Dienste. Sie werden nur noch geladen, wenn das System auch wirklich Bedarf hat. Insgesamt sinkt so die I/O-Last, was letztlich für einen um einige Sekunden kürzeren Startzeitraum sorgt (siehe nachfolgendes Video).
Auch im Betrieb sollen die Maßnahmen zur Leistungssteigerung nachvollziehbar sein. So wird Windows 7 nach Angaben von DeVaan mit einem praktisch gleichbleibenden Arbeitsspeicheranteil arbeiten, der für alle Basis-Funktionen ausreicht, so dass der Speicherbedarf zum Beispiel auch nach dem Öffnen und Schließen hunderter Fenster stabil verhältnismäßíg niedrig bleibt.
Während bei Vista durch das Öffnen zahlloser Fenster der Speicher nach und nach immer knapper wird, soll dies bei Windows 7 nicht mehr der Fall sein. Dadurch fallen auch die bisher üblichen Maßnahmen zur temporären Reduzierung des Speicherbedarfs weg - Aero bleibt aktiv und es werden keine Warnmeldungen angezeigt, weil dies schlicht nicht mehr notwendig ist.

Insgesamt soll das Betriebssystem die Hardware weniger belasten, versprachen Sinofsky und DeVaan. Als Beispiel führten sie ins Feld, dass die CPU-Last im Idle-Zustand im Durchschnitt bei unter einem Prozent liegen soll.
Dieser und andere Faktoren ermöglichen gerade bei den immer beliebteren mobilen Computern längere Akkulaufzeiten. Bei allen Windows 7-Systemen will man auf diesem Weg außerdem auch ein schnelleres Herunterfahren ermöglichen.
WinFuture Special: Windows Hardware Engineering Conference
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