PDC: Microsoft-Forscher entwickeln "Über"-Surface

BUILD (PDC) Microsoft hat während der Professional Developers Conference 2008 nicht nur zahlreiche neue Technologien aus der Windows-Welt präsentiert, sondern auch einige ausführliche Einblicke in die Arbeit seiner Forschungsabteilung gewährt.
Unter anderem wurde ein Projekt der britischen Niederlassung von Microsoft Research vorgestellt, dass die mit dem Multitouch-System Surface gemachten ersten Schritte ein ganzes Stück weiter geht. Wenn man sich die Fähigkeiten der "SecondLight" genannten Technologie näher betrachtet, meint man, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis wir es mit Technologien zu tun haben, wie sie in Filmen wie "Minority Report" noch als wilde Zukunftsvision zu sehen waren.


Die SecondLight-Prototypen sind ähnlich aufgebaut wie die Surface-Tische, sie verfügen jedoch über ein spezielles Display, das neue Interaktionsmöglichkeiten schafft. Mit Hilfe einer speziellen LCD-Technologie (Polymer Stabilized Cholesteric Textured Liquid Crystal oder abgekürzt auch PSCT-LC genannt) wird die eigentliche Display-Oberfläche mit Hilfe eines optischen Schalters für die Projektion zusätzlicher Bilder durchlässig gemacht.

Im Normalzustand erscheint die Display-Oberfläche milchig. Legt man jedoch eine Spannung an, ordnen sich die Flüssigkristalle neu an, so dass Licht hindurch dringen kann. Dieser Effekt wird bereits für Fenster genutzt, die sich bei Bedarf milchig schalten lassen. Durch ein schnelles Umschalten der beiden Zustände mit einer Frequenz von 60 Hertz wird die Projektion eines zweiten Bildes auf ein über die Display-Oberfläche gehaltenes Objekt möglich.

Dabei kann es sich um geschliffene Glaselemente oder einfache Plastikscheiben mit einer diffusen Oberfläche handeln. Die Microsoft-Forscher nennen die zusätzlichen, frei bewegbaren Zusatzoberflächen "Magic Lenses" ("Magische Linsen"). Die Bilder liefern zwei handelsübliche Projektoren.

Mit Hilfe von Infrarot-LEDs an den "Magischen Linsen" können Bilder sogar ihrem Winkel angepasst werden, so dass die Projektion auch dann ohne Verzerrungen erfolgt, wenn man die "Linse" schräg hält. Durch Verwendung von Laserprojektoren sowie motorgesteuerter Fokussierung und weitere Verbesserungen wollen die Forscher künftig noch schärfere und höher aufgelöste Bilder schaffen.

Weitere Informationen: Microsoft Research Secondlight (PDF)

WinFuture Special: Professional Developers Conference
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