PDC: Ballmer übernimmt Gates' Rolle des Visionärs

BUILD (PDC) Microsoft-Chef Steve Ballmer hat anlässlich der derzeit stattfindenden Professional Developers Conference 2008 einen Blick in die Zukunft der Computerwelt gewagt. Er übernimmt damit die Rolle des Visionärs bei Microsoft, die bisher immer Microsoft-Gründer Bill Gates inne hatte. In einer E-Mail an die Partner und Kunden seines Unternehmens ging Ballmer darauf ein, wie Microsoft die derzeit zwar bereits existierenden Komponenten wie Cloud Computing, Soziale Netzwerke, große Displays und navigationsfähige Handys miteinander verknüpfen will.

Innerhalb der letzten Dekade habe sich einmal mehr eine grundlegende Veränderung der Informationstechnologie vollzogen, so Ballmer. Während dieser Transformation wurden seiner Auffassung nach die Wege zur Wahrnehmung der Welt und zur Weitergabe von Erfahrungen und Erlebnissen verändert.

Durch die Transformation, welche sich in den kommenden Jahren fortsetzen wird, werden laut Ballmer die Grenzen zwischen verschiedenen Technologien immer stärker verblassen, so dass man künftig von jedem beliebigen Ort Verbindung zu anderen Menschen aufnehmen oder Informationen abrufen können wird.

Der Weg dort hin wird ihm zufolge durch immer kürzere Abstände zwischen der Idee zu einem Produkt und dessen Fertigstellung gezeichnet sein. Noch gebe es aber keinen Weg, die zahlreichen schon jetzt verfügbaren Komponenten dieser Zukunftswelt mit einander zu verbinden, ohne dass dabei Ort und Zeit ein Hindernis sind.

Als Beispiel nannte er den Umstand, dass man bisher nur mit einigem Aufwand auf die am Arbeitsplatz erstellten Dokumente von Zuhause zugreifen kann. Auch im Business-Bereich gebe es ähnliche Hürden, hieß es weiter. Die Lösung für all diese Probleme will Microsoft natürlich unter anderem mit Windows 7 und der neuen Cloud Computing-Plattform Windows Azure liefern.

In den während der PDC präsentierten Technologien sieht Ballmer die richtigen Werkzeuge, die Entwicklern die Schaffung neuer Szenarien ermöglichen, die einen reibungslosen Übergang zwischen Desktop, Handy, Media-Playern, Auto und darüber hinaus erlauben. Man werde zudem Informationen an Orten in unserem Leben verfügbar machen, wo dies bisher nicht für möglich gehalten wurde.

Unter anderem soll Windows Azure die Plattform für Anwendungen bilden, die PC, Web und Handy überspannen, wovon auch Windows 7 und Windows Server 2008 R2 profitieren werden. Mit Office Web werde es außerdem möglich sein, Dokumente anzusehen, zu bearbeiten, weiterzugeben und gemeinsam an ihnen zu arbeiten, wobei es keine angeblich keine Rolle spielt, ob der Anwender am Desktop, mit dem Handy oder dem Browser arbeitet.

Ballmer stellte klar, dass Microsoft bei allen seinen Plänen auf eine Kombination von Software und Diensten setzt, nicht aber auf das von der aufstrebenden Konkurrenz propagierte Prinzip, bei dem Software selbst zu einem Dienst wird. Auf lange Sicht wird der Desktop also nicht aussterben. Der vollständige Text der E-Mail von Steve Ballmer kann hier nachgelesen werden.

WinFuture Special: Professional Developers Conference 2008
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