Microsoft feiert: 5 Jahre Forschung in Deutschland
Das European Microsoft Innovation Center (EMIC) feiert sein fünfjähriges Bestehen. In dem Forschungszentrum in Aachen arbeiten rund 50 Forscher und Entwickler.
Diese führen hier gemeinsame Projekten mit rund 100 Industriepartnern und Forschungsgruppen aus akademischen Einrichtungen, teilte Microsoft heute mit. Im Mittelpunkt stehen die Themen Sicherheit und Datenschutz, Mobilität, Enterprise- und Home-Anwendungen, Embedded Software und Software-Verifikation.
Zentrale Aufgabe des EMIC ist die Beteiligung an Forschungsprogrammen der Europäischen Kommission und der deutschen Bundesregierung. Im Rahmen der Verbundforschung mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft trage man dazu bei, dass Forschungsergebnisse in verbesserte Systeme, Produkte und Standards münden.
"Unser Ziel ist es, innovative Ideen in Zusammenarbeit mit Partnern innerhalb von drei bis sechs Jahren in gesellschaftlich relevante und praxisgerechte Technologien umzusetzen", sagte John Lefor, seit 2006 Leiter der EMIC.
Zu den mehr als zwei dutzend Forschungsprojekten, die derzeit am EMIC betrieben werden, gehören unter anderem die von der EU geförderten Projekte WearIT@Work und MyMedia. Im Rahmen von WearIT@Work forscht EMIC an einem Software-Framework, mit dessen Hilfe über Mess-Sensoren gelieferte Daten einfacher in Anwendungen integriert werden können. Das ermöglicht Datenverarbeitungssysteme, die direkt in die Kleidung eingearbeitet sind.
Mit WearIT@Work kann so beispielsweise die Leitung eines Brandlöscheinsatzes über Sensoren in der Ausrüstung den Puls und Blutsauerstoffspiegel der Feuerwehrleute vor Ort überwachen und bei Problemen schnell reagieren. Eine weitere Anwendung der Technologie ist die medizinische Fernüberwachung und -diagnose von Patienten oder alten und pflegebedürftigen Menschen in ihrer gewohnten Umgebung zu Hause.
Mit MyMedia nimmt sich EMIC dem wachsenden Problem der Informationsüberladung an. Nutzer sehen sich durch das Internet und die Ausweitung traditioneller Medien mit Internet-Fernsehen (IPTV) und Kabelkanälen einem explodierenden Informationsangebot gegenüber. Das anvisierte personalisierbare Open-Source-System MyMedia soll selbständig die für den Nutzer relevanten Informationen aus der Datenflut filtern - medienübergreifend bei Fernsehprogrammen, Internet oder Email.
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