Google darf russischen Werbeanbieter nicht kaufen

Wirtschaft & Firmen Erst im Juli hatten wir berichtet, dass der Suchgigant Google den russischen Werbeanbieter Begun übernehmen möchte. Insgesamt wollte sich das Unternehmen den Kauf rund 140 Millionen US-Dollar (111,6 Millionen Euro) kosten lassen. Begun gehört zum russischen Medienkonzern Rambler Media, der 50,1 Prozent an seinem Tochterunternehmen hält. Ursprünglich sollte Rambler Media die restlichen Anteile aufkaufen und anschließend Begun komplett an Google abstoßen. Die Übernahme sahen beide Unternehmen dabei bereits in trockenen Tüchern.

Wie aus einer Mitteilung von Rambler Media hervorgeht, hat die russische Wettbewerbsaufsicht den Plänen der beiden Firmen nun einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Übernahme abgelehnt. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch keine ausführliche Begründung für das Übernahmeverbot.

Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Wettbewerbsaufsicht durch die Übernahme eine Monopolstellung von Google befürchtet und dies verhindern möchte. Ob es unter strengeren Auflagen noch eine Chance für den Kauf gibt ist nicht bekannt - vorerst wird Rambler Media weiterhin 50,1 Prozent an Begun halten.
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