Red Hat: Vista signalisiert Ende 'geplanter' Software

Linux Geht es nach Red Hat-Chef Jim Whitehurst haben groß angelegte "geplante" Software-Produkte wie Microsofts Windows Vista inzwischen ausgedient. Vista und die große Zahl der darin angeblich enthaltenen Fehler hätten dies einmal mehr deutlich werden lassen. Bei einer Veranstaltung in Singapur erklärte Whitehurst Ende letzter Woche, dass proprietäre, "von oben herab geplante" Software-Entwicklungsprozesse, wie sie für "Closed-Source"-Firmen seiner Meinung nach typisch sind, langsam auf ihr Ende zusteuern.

Als Beispiel für das langsame Scheitern dieses Konzepts nannte er Windows Vista. Durch die Arbeit mit offenen Entwicklungsprozessen, wie sie in der Open-Source-Welt üblich sind, habe man gewährleisten können, dass in Linux pro eintausend Zeilen Programmcode nur halb so viele Fehler enthalten sind wie in Vista, so Whitehurst.

In einem Gespräch mit ZDNet Asia erläuterte der Red Hat-Chef seinen Standpunkt näher. Closed-Source-Modelle, wie sie von Microsoft und anderen großen Softwareanbietern genutzt würden, hätten das Problem, dass man eben nicht alle möglichen Hürden, die während der eigentlichen Entwicklung auftreten können, bei der Planung vorhersehen könne.

Wenn eine Software "zu groß" werde, könne man die Entwicklung nicht mehr organisieren, was wiederum ein Indikator dafür ist, was im Voraus überhaupt geplant werden kann, so Whitehurst. Linux hingegen könne aufgrund seiner modularen Natur so schnell entwickelt werden, wie es einem "monolithischen Anbieter" mit seiner vorherigen Planung gar nicht möglich wäre, sagte er weiter.

Trotz dieser hohen Geschwindigkeit könne dank der Beteiligung zahlreicher Außenstehender eine hohe Qualität des Programmcodes gewährleistet werden. Whitehurst verglich den Unterschied zwischen den beiden Konzepten mit Hilfe des Beispiels einer Talentshow wie "American Idol" (hierzulande "Deutschland sucht den Superstar") und der Pop-Sängerin Britney Spears.

Während bei einer Talentshow das Publikum mitentscheide und so seine Wünsche klar in das "Produkt" einfließen lässt, müssten für Britney Spears erst Millionen investiert werden, wobei nicht sicher sei, ob sich das "Produkt" dann erfolgreich verkaufen lässt. Linux habe sich in Sachen Funktionalität deshalb so schnell weiterentwickelt, weil die Kunden ihre Vorstellungen direkt einfließen lassen können, statt den Entwicklern nur ihre Vorschläge zu unterbreiten.
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