Microsoft-Showroom: Mit Technik gegen Barrieren
Microsoft hat in seinem Hauptquartier in Redmond einen neuen Ausstellungsraum eröffnet, der zeigen soll, wie Menschen mit körperlichen Einschränkungen mit Technologie interagieren können.
Natürlich stehen dabei die Produkte des Unternehmens und seiner Partner im Mittelpunkt.
Der Showroom zeigt eine Reihe von Szenarien aus dem Arbeits- und Wohnalltag, die auf den ersten Blick kaum anders aussehen, als man es von sich selbst kennt. Schaut man näher hin, werden die technischen Hilfsmittel sichtbar, mit denen Behinderten und Älteren die Nutzung von Computern und Technologie erleichtert werden kann.
Microsoft Accessibility Showroom (Video von SeattlePI.com)
Unter anderem gibt es einen Arbeitsplatz für einen Anwender, der seine Hände nicht in vollem Umfang frei bewegen kann. Die Maus wird von einem kleinen reflektierenden Punkt ersetzt, der an der Stirn des Nutzers angebracht ist. Mit Hilfe einer speziellen Kamera und der dazugehörigen Software werden die Bewegungen des Punktes verfolgt und in Cursor-Bewegungen umgesetzt. Die Maustasten sind in Form von zwei großen Druckschaltern realisiert, die sich so auch ohne feinfühlige Bewegungen bedienen lassen.
In einem anderen Bereich der Ausstellung wird der Raum einer Grundschülerin gezeigt, die eine Lese- und Rechtschreibschwäche hat. An ihrem Computer ist eine Art Drei-Tasten-Keyboard angeschlossen, das immer nur eine sehr begrenzte Zahl von Funktionen zur Auswahl bietet. Der Schülerin stehen jeweils zum Beispiel "E-Mail", "Word" oder "Internet" zur Auswahl, so dass sie schneller den Weg zum Ziel finden kann.
Die von Microsoft in seinem neuen Ausstellungsraum gezeigten Technologien sind allesamt schon jetzt auf dem Markt. Bisher wurden sie jedoch höchstens ohne ein richtiges Nutzungszenario demonstriert, so dass ein Beobachter kaum nachvollziehen konnte, wie sie Menschen mit Behinderungen nützlich sein können. Dies soll der neue Showroom in Redmond ändern.
Er gehört zu Microsofts Abteilung für Accessibility, deren Ziel es ist, wirklich jedem die Nutzung der Produkte und Dienste des Unternehmens zu ermöglichen. Oft sei den "normalen" Menschen nicht bewusst, wie viele Möglichkeiten sich durch die alternative Verwendung existierender Technologien ergeben, so Microsoft. Oft rechneten sie nicht einmal damit, dass Menschen mit Behinderungen "normale" Technologie nutzen.
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