Microsoft-Lobby kämpft gegen Google-Yahoo-Deal

Wirtschaft & Firmen Als Microsoft vor einigen Monaten versuchte, den Internet-Konzern Yahoo aufzukaufen, suchte dieser sein Heil in einer Partnerschaft mit dem Suchmaschinenbetreiber Google. Statt sich von Microsoft übernehmen zu lassen, strebte Yahoo lieber eine Werbekooperation mit Google an. Inzwischen sind die Pläne so weit vorangeschritten, dass der Zusammenarbeit von Google und Yahoo im Bereich der Online-Werbung eigentlich nur noch wettbewerbsrechtliche Hürden im Wege stehen. Würde das Geschäft zustande kommen, könnte Yahoo mit Mehreinnahmen von rund 800 Millionen US-Dollar rechnen, während Google seine Reichweite weiter ausbaut.

Es gibt allerdings Stimmen, die in der Zusammenarbeit zwischen Yahoo und Google einen falschen Schritt in Richtung der Monopolisierung des Online-Werbemarktes sehen. Die wohl lauteste kommt aus Redmond und heißt Microsoft. Wie jetzt bekannt wurde, will der Softwarekonzern sein ganzes politisches Gewicht nutzen, um die Werbekooperation der beiden Konkurrenten zu verhindern.

Gegenüber der Öffentlichkeit hatte Microsoft bereits mehrfach auf die angeblichen Risiken hingewiesen, die sich aus der Zusammenarbeit von Google und Yahoo ergeben sollen. Inzwischen ist der Konzern dazu übergangen, auch bei der US-Regierung in Washington, D.C. massive Lobbyarbeit zu betreiben, wie verlässliche Quellen aus der US-Politik bestätigt haben.

Den Angaben zufolge nutzt Microsoft alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, darunter auch seine Beziehungen zu Politikern beider großer US-Parteien. Das Unternehmen habe beste Beziehungen zu Beamten des US-Justizministerium und sogar ins Weiße Haus, die nun voll zum Tragen kommen sollen, um einen höchstmöglichen Druck aufzubauen.

Um auf breiter Front gegen die Pläne von Google und Yahoo Stimmung zu machen, setzt Microsoft auch auf die Mithilfe anderer Lobbygruppen und Unternehmen. So soll der Konzern unter anderem den Verband der Amerikanischen Maisbauern, den Autohersteller General Motors und den Kreditkartenriesen American Express ermutigt haben, sich gegen das Zustandekommen des Geschäfts stark zu machen.

Google und Yahoo versuchen unterdessen, mit dem US-Justizministerium über eine Anpassung der Bedingungen für ihre Zusammenarbeit zu verhandeln, um so eine Umsetzung ihrer Pläne zu ermöglichen. Die beiden Firmen hatten den Beginn ihrer Kooperation kürzlich verschoben, um Bedenken der Wettbewerbshüter zu zerstreuen.
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