Microsoft-Gründer Bill Gates als Wirtschafts-Orakel

Personen aus der Wirtschaft Bill Gates orakelt wieder - diesmal aber nicht über die Zukunft des Computers. Stattdessen machte er jetzt einige Vorhersagen, was die drohende Finanzkrise angeht. Für die US-Wirtschaft sagte er eine durchaus bedeutsame Rezession und einen Anstieg der Arbeitslosenzahl voraus. Bei einer Rede an der Harvard Business School in der US-Ostküstenmetropole Boston erklärte Gates, dass die Arbeitslosenquote in den USA bald auf über 9 Prozent ansteigen werde. Seiner Auffassung nach ist die aktuelle wirtschaftliche Lage in den USA auch auf eine wachsende Verschuldung der einzelnen Bürger und des Staates zurück zu führen.

Im August war die Arbeitslosenquote in den USA auf 6,1 Prozent gestiegen und blieb im September stabil auf diesem Niveau. Gates sieht eine Mitschuld an der Krise offenbar auch bei den Investoren. Diese hätten sich vom Eindruck einer angeblich starken Wirtschaft täuschen lassen und daher unrealistisch hohe Erwartungen gehabt, obwohl die ersten Anzeichen von Problemen schon lange sichtbar waren.

Ob Gates' Vorhersagen zutreffen, bleibt abzuwarten, schließlich hatte er auch vor Jahren schon das Ende von Spam prophezeit. Der Microsoft-Gründer hatte Harvard in den 1970er Jahren besucht, die Schule später aber ohne einen Abschluss verlassen, um den heutigen Softwarekonzern aus der Taufe zu heben.
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