Online-Enzyklopädie Wikipedia wechselt zu Ubuntu

Internet & Webdienste Wie unsere Kollegen von Computerworld melden, stellt die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia ihre Server demnächst komplett auf Ubuntu um. Damit will man dem Distributionen-Wirrwarr endlich ein Ende machen.

Seit dem Start von Wikipedia im Jahr 2001 wurde die IT-Infrastruktur in Sachen Linux-Distributionen mehr oder weniger zusammengewürfelt. Neben Red Hat Linux kam dabei beispielsweise auch Fedora zum Einsatz. Für die Wartung der Server und die Installation neuer Anwendungen war das Systemgewirr jedoch wenig zuträglich.


Während der nächsten Monate sollen die rund 400 Server komplett auf Ubuntu Linux in Version 8.04 umgestellt werden. "Wir haben bislang eine Mischung verschiedener Distributionen", so Brion Vibber, CTO der Wikimedia Foundation. Die Umstellung auf Ubuntu "macht die Administration und Wartung der Server für uns deutlich leichter", so Vibber weiter.

Angefangen hat man mit der Umstellung bereits im Jahr 2006. Bislang habe man sich jedoch nicht an die Hauptserver gewagt, sondern lediglich Server in anderen Bereichen umgestellt. Dennoch genieße man laut Vibber bereits die Vorteile einer einheitlichen Infrastruktur.
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Ohne mich jetzt all zu gut mit Linux auszukennen: Ist Ubuntu denn nicht eher eine "Umsteiger-Distribution"? Ich meine, ich nutze Ubuntu auch immer öfter, aber ich dachte immer, für Server wären andere Distributionen besser geeignet...
 
@Ebukadneza: Nö. Server und Desktop Version unterscheidet sich nur am Umfang der Pakete auf der CD und dem Installer. Desktop = X, Gnome, Firefox usw usf wird installiert aber kein Apache, MySQL, PHP usw usf. Server = Apache, MySQL, PHP, vsftpd usw usf wird installiert aber kein X, Gnome usw usf. Selbst bei Red Hat Enterprise Linux gibt es nur 1 Medium (DVD) und da wählt man dann Desktop oder Server, das selbe beim RHEL Clone CentOS, Debian, Gentoo usw usf.
 
@root_tux_linux: IMHO ist Ubuntu völlig ungeeignet zur Serverbenutzung und AFAIR hat die Server Version sehrwohl X was in meinen Augen auf Servern nix zu suchen hat - resourcenverwschwendung pur! Debian wäre da um einiges angebrachter... Schließlich baut Ubuntu ja, mit dem ursprünglichen Ziel es dem Home-User einfacher zu machen, auf Debian auf.
 
@XP-FREAK: Dann empfehl ich dir mal die Server-Version zu installieren. Man kann klar per APT X nachrüsten, genau so wie man bei der "Desktop Version" mit APT z.B. Apache nachrüsten kann aber X wird nicht standardmässig installiert. Guckst du z.B. http://www.ubuntu.com/products/whatisubuntu/serveredition/techspecs oder achte mal auf die Anforderungen. Ach was soll das gekrösel mit Debian? Debian hat auch keine Trennung zwischen Server und Desktop, dazu noch komplett veraltete Pakete, auch wenn diese "extrem" getestet sind und Ubuntu ist nur ein angepasstes Debian Testing.
 
@XP-FREAK: Nur weil eine Distribution es darauf anlegt es dem Home-User einfacher zu machen, heißt es noch lange nicht, das es als Server nicht zu gebrauchen ist! Nur weil sich Ubuntu vieleicht einfacher konfigurieren lässt, ist der Server (apache) deshalb nicht anders! Genau so wie die anderen Programme sich von anderen Distris auch nicht unterscheiden. Genau so ist es auch ein IRRGLAUBE das man an userfreundlichen Distris nicht mehr selbst hand anlegen kann.


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