Mafiaboy: "Wie ich das Internet lahm gelegt habe"

Personen aus der Wirtschaft Der inzwischen 23-jährige kanadische Hacker Michael Calce, der im Jahr 2000 unter seinem Pseudonym "Mafiaboy" bekannt wurde, veröffentlicht in der kommenden Woche ein Buch über seine Taten. Vor acht Jahren torpedierte Calce das schnelle Wachstum verschiedener großer Portale aus den USA. Mit DoS-Angriffen legte er unter anderem die Webseiten von CNN, eBay, Amazon und Yahoo lahm. Die US-Bundespolizei enttarnte den Täter letztlich erst, als dieser in IRC-Chats mit seinen Angriffen prahlte.

Über den angerichteten Schaden gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Während vor Gericht ausschließlich Arbeitsstunden von Admins und direkte Gewinnausfälle eine Rolle spielten und die Summe auf rund 7 Millionen Dollar beziffert wurde, sprechen Sicherheitsexperten von einem Gesamtschaden für die Online-Branche im Milliarden Dollar-Bereich.

Mafiaboy kam letztlich mit einer Jugendstrafe davon. Das im September 2001 gesprochene Urteil lautete auf 8 Monate offenen Vollzug und ein Jahr Bewährung. Außerdem musste er eine relativ kleine Geldbuße zahlen und Restriktionen bei der Nutzung des Internets einhalten.

In seinem Buch "How I Cracked the Internet and Why It's Still Broken" beschreibt er seine Taten nun als jugendlichen Leichtsinn. Sein Ziel war Anerkennung von anderen Hackern. "Ich fühlte mich mit diesen namen- und gesichtslosen Programmierern und Online-Rebellen verbunden", so Calce.

Er sei dabei nicht der typische Nerd gewesen. Da er sich zu der Szene hingezogen fühlte, lernte er allerdings schnell möglichst viel über Computer. "Für mich waren es die coolsten Leute im Cyberspace. Ich wollte mit ihnen zu tun haben. Ich wollte selbst ein Hacker sein",sagte er. Unter Verwendung eines Tools, dass er von einem Hacker erhalten hatte, startete er daraufhin eine ganze Serie von Angriffen, durch die letztlich über 50 Webseiten lahm gelegt wurden.

Seine Erinnerungen an sein Leben und seine Motivation zu dieser Zeit schrieb er nun mit Unterstützung des kanadischen Journalisten Craig Silverman nieder. Auf weiteren Ruhm sei er mit dem Buch nicht aus, hieß es. Es solle vielmehr als warnende Geschichte gesehen werden. Die Veröffentlichung im englischsprachigen Raum erfolgt in der kommenden Woche.
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