Europa will führende Rolle im "Web 3.0" einnehmen

Internet & Webdienste Europa will eine führende Rolle bei der nächsten Generation der Internet-Infrastruktur spielen. Das bekräftigte Viviane Reding, EU-Kommissarin für Telekommunikation. Am Montag soll das Thema auf einer Tagung diskutiert werden.

"Das Internet der Zukunft wird unsere Gesellschaft radikal verändern", sagte Reding. "Web 3.0 bedeutet, dass Geschäft, Unterhaltung und soziale Vernetzung überall und jederzeit nahtlos über schnelle, zuverlässige und gesicherte Netze möglich sind. Es bedeutet das Ende der Trennung zwischen Mobilfunk- und Festnetzanschluss."


Sie geht davon aus, dass sich die Infrastruktur des Internets bis zum Jahr 2015 drastisch verändern wird. "Europa hat das Know-how und die Netzkapazitäten, um diese Umstellung anzuführen. Wir müssen dafür sorgen, dass das Web 3.0 in Europa gemacht und genutzt wird", so Reding weiter.

Die Basis bilde demnach unter anderem die mittlerweile hohe Ausbaustufe in der Breitband-Versorgung. Die Hälfte der Europäer verfügt demnach bereits über Anbindungen mit einer Geschwindigkeit von über 2 Megabit pro Sekunde. In den 27 EU-Mitgliedstaaten haben 70 Prozent der ländlichen Bevölkerung Zugang zu Breitbandnetzen.

Hinzu kommen unter anderem verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die Vernetzung von Maschinen und Fahrzeugen oder der Erweiterung der Funktionalität von Mobiltelefonen, so die EU-Kommission. Als ebenso bedeutsam betrachtet man aber auch das starke Wachstum bei internetgestützter Unternehmens-Software.

Die EU-Kommission selbst will zur weiteren Entwicklung unter anderem damit beitragen, dass lokale Behörden stärker in den Prozess des Ausbaus der Infrastruktur einbezogen werden. So könnten diese den Zugang zu bestehenden Kabelschächten (oder das Graben neuer Schächte) erleichtern, damit im Zuge von Bauarbeiten schnellere Glasfaser-Breitbandleitungen verlegt werden, hieß es.
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Die sollen erst mal dafür Sorgen dass Web 1.0 überall verfügbar ist... mein Nachbar surft hier mit einer 512er-Verbindung (Kilobit, wohlgemerkt) für 60 Teuro im Monat weil nichts schnelleres/billigeres verfügbar ist.
 
@Islander: Ich denke Web 1.0 war die .com Zeit, also nur von Seite zu Seite mit Hyperlinks und lesen nichts dynamisches, 2.0 sind dynamische Seiten und Communitys, 3.0 werden mobile Service sein. hat nichts mit der Anbindung zu tun ,-) Aber muss mir ned glauben ich weis es ned genau.
 
@Islander: Ganz genau meine Meinung! Ich schubber mir mit immerhin aber 768 einen ab. Und das im Jahr 2008...
 
@bluefisch200: das Problem ist, AJAX und Flash gabs schon lange bevor die Idee von Web 2.0 aufkam. Das ist wie als wenn ich die CD jetzt nachträglich als "Schallplatte 2.0" titulieren würde.
 
@Islander: Sehe ich genauso... 8kB/s-ISDN Leitung hier - dank dem im Beitrag erwähnten Glasfaser. Selbst normale Programm-Updates (und seien es nur neue Datenbanken für die AntiVirus-Software) dauern hier ewig... von den >200MB-Updates für den AcrobatReader, Sicherheitsupdates für Windows oder Patches für Spiele gar nicht zu reden. Selbst recht schnörkellose Seiten wie Winfuture oder Seiten für Online-Banking benötigen immer längere Ladezeiten. Noch mehr Unterhaltung (in Form von Grafiken, Sounds, Animationen, Scripten) wäre der Overkill. Bei Web 2.0 macht sich schon keiner mehr Gedanken über die Größe der Seiten... was soll Web 3.0 da erst bringen...


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