Windows "7": MS entrümpelt & verbessert Taskleiste

Windows 7 Microsoft will mit Windows "7" auch an der seit langen Jahren kaum veränderten Taskleiste Änderungen vornehmen. Dabei will man auch Fehler wieder gut machen, die bei Windows Vista gemacht wurden. Unter anderem will man für mehr Übersicht bei vielen geöffneten Fenstern sorgen. Chaitanya Sareen, einer der mit der Überarbeitung der Taskleiste betrauten Entwickler von Microsoft, erklärte in einem Blog-Eintrag, dass man zum Beispiel die Änderungen an den Optionen zum Herunterfahren des Rechners neu überdenken will. In Vista hatte die werkseitige Konfiguration des "Aus-Knopfs" im Start-Menü für Verwirrung gesorgt.


Zum Vergrößern ins Bild klicken! ("7" Taskleiste)

Die Schaltfläche ist wie ein Ein-/Aus-Schalter gestaltet, versetzt den Rechner in der Standardeinstellung aber lediglich in den Standby-Modus. Sareens Angaben zufolge wollte man so den Standby-Modus populärer machen, damit die Nutzer den Eindruck bekommen, dass der Rechner schneller startet bzw. herunterfährt.

Da sich die Anwender aber inzwischen daran gewöhnt hätten, das seitlich aufklappende Menü zur Auswahl der Option zum vollständigen Abschalten des PCs zu verwenden, sei die Vorkonfiguration nicht mehr effektiv. In diesem Bereich wolle man deshalb kräftig nachbessern, versicherte der Programm-Manager.


Zum Vergrößern ins Bild klicken! (Vista Taskleiste)

Die Taskleiste soll im Zuge dessen ebenfalls überarbeitet werden. So wird zum Beispiel der Infobereich am rechten Ende verbessert, so dass nicht mehr ständig von jedem Programm wegen unerheblichen Aktionen Meldungen ausgegeben werden. Man wolle den Infobereich basierend auf Rückmeldungen der Kunden "ruhiger und kontrollierbarer" gestalten, so Sareen.

Tatsächlich hat Microsoft in aktuellen Pre-Beta-Versionen nach den Angaben unserer Quellen neue Konfigurationsmenüs für den Infobereich der Taskleiste hinzugefügt. Der Anwender kann mit ihrer Hilfe für systemeigene und die Info-Symbole von Anwendungen separat entscheiden, ob und wie sie Meldungen anzeigen dürfen.


Mit Windows Codename "7" soll die Taskleiste zudem etwas aufgeräumter wirken. Sie habe sich innerhalb der letzten fast 15 Jahre zwar fest etabliert und werde von vielen Anwendern geschätzt, doch gerade bei Systemen, auf denen zahlreiche verschiedene Anwendungen gleichzeitig genutzt werden, wirke sie oft überladen.

Microsoft strebt deshalb ein saubereres Aussehen an, was sich in aktuellen Vorabversionen aber nur anhand der nun größeren Möglichkeiten zur Anpassung des Infobereichs niederschlägt. Noch werden alle geöffneten Programmfenster wie unter Vista angezeigt und gegebenenfalls gruppiert.


Der Softwarekonzern will zudem das Konzept der Desktop Toolbars überdenken. Als Beispiel dafür nannte Sareen die Windows Media Player Toolbar für die Taskleiste. Unter anderem sei hier problematisch, dass die Toolbars dem Nutzer nur über ein verstecktes Menü zugänglich sind. Zudem belegen sie einen Teil des ohnehin begrenzten Raums.

Die meisten Funktionen des Windows-Desktops werden wohl auch weiterhin Bestand haben. Microsoft will jedoch aufgrund der Rückmeldungen bestimmte Dinge hintenan stellen, um mehr Zeit für Wichtigeres zu haben. Sareen verwies als Beispiel hierfür auf die Platzierung der Taskleiste. Nur zwei Prozent der Anwender würden diese nicht am unteren Rand des Bildschirms anordnen. Wahrscheinlich wird diese Nutzergruppe deshalb bei der weiteren Arbeit an der Taskleiste von Microsoft nicht mehr berücksichtigt.

WinFuture Screenshots: Windows "7" M3 Build 6780 (ab #45)
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