Microsoft: Ein weiteres Jahr unter Gerichts-Aufsicht

Recht, Politik & EU Der Software-Konzern Microsoft wird in den USA weiterhin unter Beobachtung des Gerichts stehen, dass das Wettbewerbsverfahren gegen das Unternehmen führte. Richterin Colleen Kollar-Kotelly verlängerte die Frist gestern bis November 2009. Wie aus einer gestrigen Anhörung hervorging, liegt die Ursache nicht darin, dass sich Microsoft den Vorgaben des Gerichts nicht gebeugt hätte. Statt dessen bekommt das Unternehmen erneut Probleme, weil die erforderlichen Dokumentationen nicht in ausreichender Qualität vorgelegt wurden.

Bereits das Wettbewerbsverfahren in der EU zog sich aus diesem Grund länger hin. Microsoft hatte hier zwar, wie verlangt, die Spezifikationen zu seinen Windows-Netzwerkprotokollen offengelegt. In Übereinstimmung mit Gutachtern bemängelte die EU-Kommission aber über Jahre, dass die Dokumentationen nicht geeignet wären, Wettbewerbern einen fairen Zugang zur Windows-Plattform zu ermöglichen.

In den USA zieht sich die Auseinandersetzung nun bereits ungleich länger hin. Bereits 2003 wurde Microsoft die Auflage erteilt, verschiedene Protokolle öffentlich zu dokumentieren. Dieser Aufgabe sei das Unternehmen bis heute nicht im erforderlichen Maße nachgekommen, so Kollar-Kotelly. In einem Jahr soll nun erneut über ein Ende der gerichtlichen Aufsicht entschieden werden.
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren10
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Microsofts Aktienkurs in Euro

Microsoft Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr

Tipp einsenden