 Laut dem China Network Information Center (CNNIC) steht das Reich der Mitte schon bald ohne freie IP-Adressen da. Sollte das Wachstum des Internets unvermindert weitergehen, ist der Vorrat an Adressen spätestens Anfang 2011 aufgebraucht.
Laut dem Bericht des CNNIC sind allein in der ersten Hälfte des Jahres 43 Millionen neue Internetnutzer dazugekommen. Ende Juni 2008 nutzten damit 253 Millionen Chinesen das Internet. Laut einem Bericht der Tageszeitung Renmin Ribao sind bereits jetzt rund 80 Prozent der IP-Adressen aufgebraucht.
Sind erst einmal alle IP-Adressen vergeben, können die chinesischen Provider keine neuen Kunden aufnehmen - neue Internetzugänge können dann nicht mehr vergeben werden. Abhilfe schafft nur das Internetprotokoll in Version 6 (IPv6), das einen wesentlich größeren IP-Adresspool ermöglicht. Allerdings verfügen in China fast ausschließlich Universitäten über eine entsprechende Infrastruktur.
Laut Li Kai, Leiter des IP-Teams des CNNIC, hat China inzwischen Japan bei der Zahl der genutzten IP-Adressen überholt. Damit liegt das Reich der Mitte jetzt auf dem zweiten Platz direkt hinter den USA. Die Vereinigten Staaten beanspruchen rund drei Viertel der IP-Adressen für sich. Auch die Länderdomain ".cn" ist populär wie nie - sie löste kürzlich ".de" als meist genutzte Länderdomain ab.
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