Provider: "Können Filesharing nicht unterbinden"

Filesharing Der belgische Provider Scarlet wurde im Sommer 2007 per Gerichtsurteil verpflichtet, Urheberrechtsverletzungen beim Filesharing in seinem Netz zu unterbinden. In einem Schreiben kapitulierte das Unternehmen nun.

Man habe sich bemüht, die Vorgabe umzusetzen. Das sei aber in der Praxis unmöglich, teilte der Provider dem Gericht mit. Weder durch das Bremsen der Bandbreite auf Ports, die für gewöhnlich von Filesharing-Programmen genutzt werden, noch der Einsatz von Filtern habe einen spürbaren Erfolg gebracht.


Bereits während des Prozesses, der von SABAM, einer Organisation zum Schutz von Urheberrechten angestrengt wurde, hatten Experten die Undurchführbarkeit eines solchen Unterfangens betont. Davon ließ sich das Gericht damals aber nicht beirren. Sechs Monate wurden Scarlet.

Die Anwälte des Providers hatten außerdem angemerkt, dass man bereits beim Versuch, die Vorgabe umzusetzen, gegen geltendes Recht verstoßen müsse. Immerhin untersage das Gesetz nicht nur die Verletzung von Urheberrechten, sondern auch die Analyse des Datenverkehrs von Nutzern durch den Infrastruktur-Betreiber. Lediglich Strafverfolgungsbehörden dürfen demnach mit einer gerichtlichen Anordnung Einblick in den Traffic nehmen.

Laut dem letzten Urteil drohen dem Provider pro Tag Geldbußen von 2.500 Euro, wenn die Sanktionen nicht umgesetzt werden. Dagegen wollen die Anwälte nun gestützt auf Gutachten vorgehen. Mit einer endgültigen Entscheidung ist allerdings erst 2010 zu rechnen.
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Just 4 Info: "Sechs Monate wurden Scarlet. " Kleiner Syntaxfehler im CMS? Ich denke mal, da sollte noch n Link hin.
 
dürfen die das eigentlich ? weil man ja auch legal filesharing betreiben kann. wenn jetzt einer sich linux isos oder sonst was laden will oder vertreiben will dann wird er doch in seinen freiheiten beschrenkt....
 
@starchildx: Wenn du vom Gericht aufgefordert wirst zu filtern, dann darfst du auch filtern. Wenn nicht greift das was in Absatz 4 steht.
 
@starchildx: Ich persönlich finde, dass ein einzelner Provider per Gericht dazu verpflichtet wird Filesharing zu unterbinden recht fragwürdig ist. Man könnte lediglich den Zugriff auf die bekanntesten Server sperren (rapidshare.com, etc.) und auch die bekanntesten P2P-Server. Damit würde man auch nicht gegen das Gesetz verstoßen den Datenverkehr zu analysieren, weil man pauschal etwas verbietet. Dieses Verbot müsste dann aber vom Gericht für Provider gelten und nicht nur für einen einzelnen. Außerdem müsste es eine Organisation geben die solche Seiten aufspürt und den Providern mitteilt. Man kann auch nicht den Autohersteller verantwortlich machen, wenn ich mit seinem Auto jemanden überfahre. Dafür gibt es bereits eine Organisation - die Polizei.
 
Ist doch vollkommen schwachsinnig... wenns im Internet irgendwann nicht mehr gehen sollte, wirds halt wieder über dvd ausleihen gemacht, die man dann im freundeskreis rumgibt. Zu Diskettenzeiten hat es auch funktioniert und man wird es auch nie komplett unterbinden können.


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