Linux Foundation: Linux & Windows sind die Zukunft

Betriebssysteme Bei der Linux Foundation sieht man für die Zukunft offenbar einen alleinigen Konkurrenzkampf zwischen Linux und Microsofts Windows. Andere Betriebssysteme, insbesondere Unix, sollen dabei keine entscheidende Rolle mehr spielen. "Die Zukunft sind Linux und Microsoft Windows. Nicht aber Unix oder Solaris", sagte Jim Zemlin, Leiter der Stiftung. Die aktuellen Bemühungen Suns Microsystems', Solaris durch die Überführung in ein Open Source-Projekt, wieder zu altem Erfolg zu führen, scheinen ihm offenbar nicht sehr erfolgversprechend. Allerdings war das Betriebssystem lange Zeit der Unix-Standard in Großunternehmen.

Solaris werde derzeit kaum in neuen Bereichen eingesetzt und sei das Erbe eines Unternehmens mit finanziellen Problemen, so Zemlin. Die aktuelle Stärke der Plattform beruhe auf deren Einsatz in großen Anwendungen wie ERP-Systemen, die einen Lebenszyklus von sieben bis zwanzig Jahren haben. Zemlin ist sich sicher, dass die derzeitigen Kunden bei der nächsten größeren Erneuerung ihrer Infrastruktur zu wesentlichen Teilen zu Linux wechseln werden.

Das freie Betriebssystem könne im aktuellen Umfeld, das auch in großen Konzernnetzen zunehmend von Web-Applikationen geprägt ist, seine Stärken ausspielen. "Man findet heute praktisch kein Unternehmen, das auf Online-Anwendungen setzt und kein Linux verwendet", sagte er.

Sun wäre seiner Ansicht nach am besten damit beraten, den bereits beschrittenen Weg weiterzugehen und komplett ins Linux-Lager einzusteigen. Auch für die Unix-Derivate AIX von IBM und HP-UX von Hewlett Packard sieht er keine Zukunft. "Es ist eine schlichte Wahrheit, dass sich Unix auf dem absteigenden Weg befindet", sagte Zemlin.

"Den Kunden ist klar, dass Unix eine teurere Altlast ist", fuhr er fort. Die Betriebssysteme würden derzeit nur noch unterstützt, weil es noch teurer wäre, die alten Großanwendungen in Unternehmen zu portieren. Ihnen würde inzwischen aber immer klarer, das Linux wegen seiner breiten Entwicklergemeinde die Zukunft gehört.

"Die einzigen Leute, die ich über DTrace (eine Solaris-Technologie) und ZFS (das Solaris-Dateisystem) als wettbewerbsfähige Technologien reden höre, sind Vertriebsmitarbeiter von Sun. Das wird den Markt allerdings kaum beeindrucken", stichelte Zemlin.
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