Anti-Filesharer: Guter Verdienst mit Pornowerbung

Filesharing Die Anti-Filesharing-Firma MediaDefender lässt sich ihre Angriffen auf Filesharing-Netze von der Medienindustrie gut bezahlen. Zusätzliche Einnahmen generiert man im Vorbeigehen mit der Erotik- und Pornobranche. Das geht aus einer Sammlung zahlreicher interner E-Mails des Unternehmens hervor, die über das BitTorrent-Netzwerk an die Öffentlichkeit kam. MediaDefender versucht die Verbreitung von illegalen Kopien über Filesharing-Netze zu behindern, indem die Plattformen mit großen Mengen Datenmüll geflutet werden. Das soll beim Nutzer für Resignation sorgen und diesen wieder zum zahlenden Kunden machen.

Für den Schutz eines Albums kassiert die Firma beispielsweise 4.000 Dollar, bei einzelnen Songs wird nur die Hälfte dessen fällig. Bei Filmen sind die Summen ungleich größer. So soll MediaDefender von einem Hollywood-Studio 3,6 Millionen Dollar für die Behinderung der Verbreitung von vier Filmen erhalten haben.

Ein nicht unerhebliches Zubrot soll sich das Unternehmen außerdem mit Dienstleistungen für die Erotik- und Pornobranche verdienen. So vermarktet man beispielsweise Zugangsschutz-Systeme an Betreiber entsprechender Webseiten. Mit dem Datenmüll, der in die Filesharing-Netze geschleust wird, will man Anwender außerdem zu kostenpflichtigen Adult-Angeboten locken.

Wie aus den E-Mails hervorgeht, wurde LimeWire beispielsweise mit zahlreichen Dateien überschwemmt, deren Namen und Metatags sie als pornographische Inhalte auswiesen. Statt eines Sexfilmchens bekam der Nutzer nach dem Download aber Werbebanner für einschlägige Online-Angebote eingeblendet.

"Ich glaube, dass wir über LimeWire so viele Porno-Abos verkaufen, liegt daran, dass man mit älteren LimeWire-Versionen aufgrund unserer Popups und Fälschungen praktisch keine Pornographie mehr bekommt", heißt es in einer Mitteilung von Ben Grodsky, Vice President of Operations bei MediaDefender.

Als eines der Angebote, mit denen man zusammenarbeitet, benannte Grodsky die Sexkontakt-Plattform Adult Friend Finder. Er schlug vor, dessen Anzeigen auch über das eDonkey-Netz zu verbreiten, um die ältere Zielgruppe in Europa besser zu erreichen und so die Einnahmen weiter zu steigern.
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