 In Dresden wurde heute ein neues Werk eröffnet, in dem ab Anfang 2009 elektronisches Papier in Serie vom Band laufen soll. Betreiber ist das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen Plastic Logic.
140 Mitarbeiter werden ab dem kommenden Jahr mehrere hunderttausend Displays per anno produzieren. Diese kommen in Lesegeräten für digitale Dokumente wie Powerpoint-Präsentationen, PDFs, elektronische Bücher und Zeitungen zum Einsatz.
Im Gegensatz zu dem bisher verfügbaren E-Paper sind die Panels von Plastic Logic nicht mit Glassubstraten oder harten Kunststoffen gefertigt, sondern aus flexiblen Materialien. Die Reader, in denen die Displays verbaut werden, kommen im A4-Format auf den Markt und sind einige Millimeter dick.
Das Display ist berührungsempfindlich und ermöglicht so die Navigation ohne zusätzliche Tasten. Über eine virtuelle Tastatur lassen sich auch Eingaben tätigen. Der Akku des Readers soll bei normalem Gebrauch etwa eine Woche lang Strom liefern.
In den Bau der 8.500 Quadratmeter großen Fertigungsanlage flossen den Angaben zufolge 200 Millionen Euro. Der Bau des Werkes dauerte 16 Monate. Plastic Logic wurde von Forschern des Cavendish-Laboratoriums der Universität Cambridge aufgebaut.
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