SanDisk lehnt Übernahmeangebot von Samsung ab

Wirtschaft & Firmen Der Speicherspezialist SanDisk will sich nicht vom südkoreanischen Elektronikriesen Samsung übernehmen lassen - zumindest nicht zum vorgeschlagenen Kaufpreis. Der Vorstand des Unternehmens schlug deshalb das Angebot über 5,85 Milliarden US-Dollar aus. Die Mitglieder des Vorstands waren zuvor übereingekommen, dass das Angebot von Samsung zu niedrig ist. Die Koreaner reagierten umgehend und erneuerten ihr Übernahmeangebot, allerdings ohne dabei den Preis zu erhöhen. Bei Samsung hält man die Preisziele der SanDisk-Bosse für überzogen. Samsung will seinerseits daher weiterhin "nur" 26 US-Dollar für jede SanDisk-Aktie zahlen.

In einem Brief an SanDisk äußerte Samsung-Chef Yoon-Woo Lee sein Unverständnis für die Zurückhaltung. Nach viermonatigen Verhandlungen halte man bei SanDisk offenbar weiter an "unrealistischen Erwartungen" fest, was den Wert des Unternehmens und den Kaufpreis bei einer Übernahme angeht.

SanDisk verwies wiederum auf eine angeblich Unterbewertung und gab außerdem an, dass Samsung ursprünglich angedeutet hatte, bereit zu sein, einen erheblichen Aufschlag zu zahlen. Samsung will durch den Zukauf von SanDisk seine Stellung im Markt für Flash-Speicher festigen. SanDisk gilt als der weltgrößte Hersteller von Speichermodulen dieser Art.
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