Hersteller: High-End-Rechner brauchen zu viel Strom

Desktop-PCs Die Hersteller von High-End-PCs für Leistungsfreaks und Gaming-Fans sind selbst nicht unbedingt vom steigenden Stromverbrauch ihrer Systeme begeistert. In einem Interview plädierten Vertreter verschiedener Unternehmen nun für sparsamere und effektivere Hardware. Im Gespräch mit Cnet erklärte Kelt Reeves, Chef des amerikanischen Spiele-PC-Spezialisten Falcon Northwest, dass er eigentlich geschworen hatte, nie Netzteile mit mehr als 1000 Watt zu verbauen. Die Entwicklung in den letzten Jahren sei aber sehr unglücklich verlaufen, da die Netzteile immer mehr Leistung bieten müssen. Reeves Sorgen sind angesichts des Stromverbrauchs aktueller High-End-Hardware gut nachzuvollziehen.

Vor nicht einmal drei Jahren benötigte eine High-End-Grafikkarte noch maximal 120 bis 130 Watt. Aktuelle Topmodelle benötigen teilweise mehr als doppelt soviel - Nvidias GeForce GTX 280 verbraucht unter Volllast stattliche 230 Watt, AMDs ATI Radeon HD 4870 X2 kommt sogar auf gewaltige 260 Watt und mehr. High-End-CPUs gönnen sich ebenfalls bis zu 130 Watt.

Angesichts solcher Werte verwundert es wenig, dass die Hersteller 1000-Watt-Netzteile verbauen, um einen zuverlässigen Betrieb der "Supercomputer" zu gewährleisten, deren Komponenten insgesamt zwischen 800 und 900 Watt benötigen. Das eigentliche Problem der Hersteller ist die rasche Zunahme des Leistungsbedarfs.

Sollte der Trend zu immer mehr Stromverbrauch nicht abgeschwächt werden, sei wohl bald ein Elektriker nötig, um die Steckdosen in den Haushalten der Kunden für den Anschluss der Stromfresser fit zu machen, prophezeite George Yang von IBuyPower, einem Mitbewerber von Falcon Northwest. Schon heute benötigten einige der verfügbaren High-End-PCs spezielle Steckdosen.

Nvidia verwies darauf, dass sich die Problematik des explodierenden Stromverbauchs auf das obere Ende des Marktes beschränke. Außerdem habe man Stromspartechniken eingeführt, die die Grafikkarten bei Nichtbelastung abschalten oder zumindest ihre Leistungsaufnahme stark reduzieren.

Für Reeves von Falcon Northwest reicht dies aber noch nicht aus - er verwies auf die CPU-Hersteller, die den Stromverbrauch ihrer Produkte in den letzten Jahren teilweise stark reduziert haben, gleichzeitig aber die Leistung kräftig steigern konnten.
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