AMD: Sanierung durch Auslagerung der CPU-Werke?

Prozessoren AMD steckt seit einiger Zeit in einer finanziellen Krise, welche nun anscheinend erste Konsequenzen mit sich bringt. Aus Analystenkreisen ist zu hören, dass AMD innerhalb der nächsten Wochen einen Sanierungsplan vorlegen will. Wie John Lau, Analyst bei Jefferies & Co. unter Berufung auf Industriekreise berichtet, sieht der Plan mit dem Namen "Asset Smart" vor, die Produktion in ein eigenständiges Unternehmen auszugliedern. Darüber hinaus sieht der Plan eine Investition durch ein Unternehmen aus dem Mittleren Osten vor.

Wie es heißt, sollen die beiden Produktionsstätten in Dresden dem neuen Unternehmen untergeordnet werden und künftig sowohl für AMD, als auch für andere Unternehmen Chips herstellen. Finanziert werden soll die Sanierung durch eine Investition in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar von Mubadala Abu Dhabi.

Das Geld von Mubadala Abu Dhabi soll laut Lau darüber hinaus genutzt werden, um den Schuldenberg von AMD abzubauen. Mittlerweile hat AMD eigenen Angaben zufolge Schulden in Höhe von mehr als fünf Milliarden US-Dollar. Mubadala Abu Dhabi ist die Investitionsgesellschaft des arabischen Emirats Abu Dhabi, der vor einigen Monaten bereits durch den Kauf eines Aktienpakets bei AMD eingestiegen war.

Bis die Neugliederung von AMD abgeschlossen ist, könnte jedoch noch einige Zeit vergehen. Wie aus firmennahen Kreisen zu hören war, könnte die Umsetzung von "Asset Smart" und damit die Aufspaltung von AMD noch einige Jahre dauern. Bei AMD war man bislang nicht zu einer Stellungnahme bereit.
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