Sony: "Blu-ray ist das letzte optische Medienformat"

Medien (DVD, Blu-Ray) Für Sony stellt die Blu-Ray-Technologie das Ende der Fahnenstange dar, was optische Speichermedien in der klassischen Form angeht. Für physische Medien zur Speicherung von Multimedia-Inhalten im Allgemeinen, sieht der japanische Elektronikkonzern aber weiter Spielraum für neue Entwicklungen.

Im Bereich der optischen Medien glaubt Sony nach eigenen Angaben an ein langes Leben von Blu-ray durch neue Varianten auf Basis neuer Technologien. Das Format sei jedoch insgesamt "das finale Format der optischen Disc", so Taka Miyama, Produktstratege bei Sony in Europa im Interview mit ElectricPig.


Es gebe keine kurzwelligeren Laser, die weitere Verbesserungen der optischen Medien erlauben würden, begründete Miyama seine Einschätzung. Wenn es in der Zukunft weiterhin physische Medienformate gebe, würden diese anders Aussehen, prophezeite er. Er wisse zwar nicht was es künftig für Technologien gibt, aber neue Speichermedien sähen dann bestimmt nicht mehr aus wie die optische Disc.

Miyamas Kollege Eric Kingdon, Chief Technical Advisor for Home Audio and Video bei Sony, gab sich zuversichtlich, dass es Blu-ray noch lange geben wird. Gerade die Bemühungen einiger Unterstützer des Formats, die Speicherkapazität drastisch zu steigern, würden für eine lange Lebensdauer des Formats sorgen.

Kingdon verwies auf Prototypen von Pioneer und TDK, die bereits Blu-ray-Medien mit 400 und 500 Gigabyte Kapazität präsentiert haben. Man bewege sich auf ein halbes Terabyte Speicherplatz zu, was auch bei einer Verdopplung der aktuellen Full HD Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten noch für einen ganzen Spielfilm ausreichen würde.

Sony und die anderen Blu-Ray-Firmen bewegen sich mit ihrem Format in der heutigen Zeit ohnehin auf dünnem Eis. Die Unternehmen müssen einerseits dafür sorgen, dass die aktuelle Version von Blu-ray lange genug überdauert, um Kunden nicht durch ständig notwendige Investitionen in neue Wiedergabe-Hardware zu verschrecken. Andererseits müssen sie einen gewissen Vorsprung gegenüber den immer populäreren elektronischen Technologien zur Medien-Distribution wie Streaming oder IPTV halten.

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denke es hält sich locker noch 5-8 jahre, da wir erst bei 25-50GB sind und es ja schon test discs mit 500GB gibt, wenn es die gibt, kommt bestimmt eine 1TB BR disk.
 
Ja klar es gibt "heute" keine besseren Laser, also wird es "nie" neue Disc-Formate geben. Das erinnert mich irgendwie an die Aussage "Ich sehe einen weltweiten Bedarf von 5 Computern".
 
@CypherDelic: Blau/Violett hat nun mal die kürzeste Wellenlänge.
 
@CypherDelic: Laser ist nichts anderes als Licht und Licht bewegt sich in Wellen. Um eine Definierte kleine Fläche sauber auslesen zu können, benötige ich einen bestimmten Abstand relativ zu Lichtwellenlänge. Mit einem Trick kann man z.B. mit einer halben Lichtwellenlänge "Belichten" (z.B. für die Halbleitertechnik). Aber was die Laser-Lesetechnik angeht sind wir mit der derzeitigen Technik so ziemlich an der Grenze des Machbaren, da sich die reflektierten Wellen überlagern. Sicher sind die Speicherkapazitäten und Geschwindigkeiten der Optischen Datenträger noch nicht ausgereizt (Mehere Layer/Schichten, parallele Verarbeitung, 3D etc.) Aber dieses wird sehr sehr Wahrscheinlich dann mit der derzeitigen Lasertechnologie, welche BR nutzt umgesetzt. Die Physiker dürfen mich nun strafen, wenn ich da was nicht ganz Richtig erklärt habe und mich gerne Berichtigen.
 
@CypherDelic: s. John Dorian. Es geht nunmal wirklich nicht kürzer. Man müsste dann auf andere Arten von Strahlung zurückgreifen. "Wenn es in der Zukunft weiterhin physische Medienformate gebe, würden diese anders Aussehen, prophezeite er." Aber der Laser ist damit ausgeschöpft, da hat Miyama schon recht. @gapun: Da gibt es nicht wirklich was zu berichtigen, stimmt halt einfach :-)


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