Kanada: Regierung wegen Kauf bei Microsoft verklagt

Recht, Politik & EU Die Regionalregierung im kanadischen Quebec wurde von einer Open Source-Organisation verklagt. Der Vorwurf: Man habe ein Lieferabkommen mit dem Software-Konzern Microsoft abgeschlossen, ohne eine Ausschreibung durchzuführen. Alternative Anbieter aus dem Open Source-Bereich hätten so keine Chance gehabt, preiswertere Angebote vorzulegen, so die Organisation Facil. Die Klage wurde beim Obersten Gerichtshof in Quebec eingereicht. In dieser geht es auch um die Vergabe von Aufträgen an andere Hersteller proprietärer Software wie Oracle.

Um welches Auftragsvolumen es insgesamt geht, ist bisher nicht öffentlich bekannt. Allerdings wird es sich wohl um eine Summe im dreistelligen Millionenbereich handeln. Die Regionalregierung zahlt in diesem Jahr allein geschätzte 80 Millionen Dollar für Windows Vista-Lizenzen an Microsoft.

Der Einkauf von Produkten oder Dienstleistungen durch staatliche Stellen darf nach kanadischem Recht nur dann ohne vorherige Ausschreibung durchgeführt werden, wenn es keine alternativen Anbieter gibt. Das sah die Regionalregierung offenbar als gegeben an, weil Windows-Betriebssysteme nur von Microsoft lizenziert werden. Das Gericht muss nun entscheiden, ob diese Klausel in diesem Fall gilt, da es konkurrierende Software wie Linux gibt.
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