Netzagentur will Preise für DSL-Anschlüsse freigeben

Breitband Die Bundesnetzagentur will sich offenbar zumindest teilweise aus der Regulierung des DSL-Marktes zurückziehen. Dazu soll heute ein Positionspapier veröffentlicht werden, dass die Behörde mit den Unternehmen am Markt diskutieren will.

Bisher wird der Sektor reguliert, indem die Bundesnetzagentur der Deutschen Telekom die Preise für die Vermietung von Bitstrom-Zugängen an Konkurrenten diktiert. Zumindest in einigen großen Städten sieht man den Wettbewerb aber nun als stark genug an, um ein weiteres staatliches Eingreifen zu unterlassen.

Nach dem letzten Beschluss der Behörde kann die Telekom derzeit 20,50 Euro pro Monat von den Wettbewerbern verlangen, wenn diese einen komplett eigenen Anschluss zum Kunden legen lassen. Der Telekommunikationskonzern hatte bundesweit 25 Euro gefordert.


Ein vollständiger Rückzug aus der Regulierung würde daher voraussichtlich in einigen Regionen zu Preissteigerungen führen. In Städten wie Hamburg, Köln oder München könnten alternative Anbieter inzwischen allerdings stark genug sein, um die Telekom im Konkurrenzkampf zu niedrigeren Preisen zu zwingen. Das soll nun geprüft werden.

Neben einzelnen Stadtnetzbetreibern verfügen auch Firmen wie Arcor, QSC und Telefonica vor allem in Ballungszentren über eigene Netze. Auch sie vermieten Anschlüsse zu den Preisen der Bundesnetzagentur an Reseller ohne eigene Infrastruktur, wie beispielsweise United Internet oder Freenet. Hier wäre ein ausreichender Wettbewerb gegeben. Selbst die Telekom-Tochter Congstar kündigte an, zukünftig auch Angebote von alternativen Anbietern nutzen zu wollen.

Problematisch ist hingegen die Situation in kleineren Städten und auf dem Land. Hier betreibt in der Regel noch immer nur die Telekom ein eigenes Netz. Wird die Regulierung hier eingestellt, könnten die Preise für Breitbandanschlüsse sogar steigen.
Diese Nachricht empfehlen:
 
Und ein weiterer Bereich der Dikatur des "Marktes" ausgesetzt. Es wird nicht lange dauern, und der "Wettbewerb" ist zugunsten der Großen "entscheiden".
 
@mcbit: hä?
 
@Kalimann: Wo genau konnstest Du nicht folgen?
 
@mcbit: Schnüffel di schneuff oder hümmen hammen Gold? Ok, nach dem zehnten Mal hab ich das auch verstanden. Muss dann heißen: "Und ein weiterer Bereich ist der Dikatur des Marktes ausgesetzt. Es wird nicht lange dauern und der Wettbewerb ist zugunsten der Großen entschieden." Kleine Fehler, aber große Wirkung.
 
@mcbit: richtig, wieder ein Schritt von der Volkswirtschaft zur Marktwirtschaft. Ich find das toll, das schafft neue Arbeitsplätze, vor allem im Osten. Z.B. Callcenter, wo die MA über 3 Euro /Std. verdienen - wow! Dafür wird bei der Telekom endlich der überfettete Mitarbeiterbestand auf ein gesundes Maß geschrumpft. Der Kunde jubelt. Hurra, wieder 5 Euro pro Monat fürs DSL gespart. Deutschland quo vadis?


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

MSDN Online

News zu IT Pro- und Dev-Tools