Rechner mit Millionen Bankdaten bei eBay versteigert

Datenschutz Kaum hat sich die Aufregung um den Verlust der Daten von Strafgefangenen in Großbritannien gelegt, gibt es den nächsten Skandal: Ein eBay-Nutzer ersteigerte einen Server, auf dem Kontodaten von Millionen Briten gespeichert sind.

Der Käufer Andrew Chapman, ein IT-Manger aus Oxford, erwarb das Gerät für 44 Euro. Bei einer Überprüfung der Festplatte fand er rund eine Million Datensätze der Kunden von American Express, NatWest und der Royal Bank of Scotland. Diese umfassten Namen, Telefonnummern, Kontonummern und gescannte Unterschriften.


Der Rechner stammt vom Unternehmen Mail Source, einem Anbieter von Speicherplatz in Datenzentren, der unter anderem verschiedene Finanzinstitute zu seinen Kunden zählt. Das fragliche Gerät wurde nach ersten Erkenntnissen im Datenzentrum der Firma in Shoeburyness, Essex, ausgemustert und schließlich verkauft.

In einer Stellungnahme des Unternehmens teilte dieses mit, dass bisher nicht geklärt wurde, warum der Rechner in diesem Zustand in den Verkauf gelangen konnte. Man nehme den Datenschutz sehr ernst und habe interne Ermittlungen aufgenommen.

Der Mitarbeiter, der das System zum Verkauf anbot, sei bekannt. Nun versuche man herauszufinden, warum die gespeicherten Daten nicht wie üblich direkt nach der Ausmusterung sicher gelöscht wurden. Letztlich hatte man wohl Glück im Unglück, dass sich der Käufer sofort meldete und die Informationen nicht in falsche Hände gerieten.
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seltsame geschichte... wenn ich it-manager wär, würde ich mir keine 44€ dreck-mühlen bei ebay bestellen...
 
@hallugenetic: Was hat denn der Beruf damit zu tun, dass er sich privat bei Ebay einen Rechner bestellt? Meinst du, nur weil man sich IT-Manager schimpft, dass man das Geld zum Fenster hinauswerfen muss? Erst denken, dann schreiben.
 
@hallugenetic: vielleicht hat er genau das eingeplant? Wenn man den Verkäufer kennt und weiß wer seine Kundschaft ist, könnte man es auf gut Glück probieren. In diesem Fall scheint es geklappt zu haben. Eigentlich müßte man ein Gesetz erlassen das alle Datenträger von 'wichtigen' Unternehmen nicht mehr weiter verkauft werden dürfen. Rechner OK aber nicht die Festplatte und schon garnicht ungeshreddert.
 
@mettwurst: Ehm, ja, das war auch nur eine Panne und es gibt dieses Gesetz (Datenschutz) auch schon drüben. Also keine Angst. - Was du allerdings mir "probieren" meinst verstejhe wer will. Der Käufer hatte es doch nicht darauf abgesehen, einen Rechner mit Kundendaten zu bekommen, sondern es ist ihm beim Überprüfen aufgefallen und er hat es sofort gemeldet. MfG Fraser
 
lt. spiegel.de geht es nur um eine Festplatte,keinen ganzen Server...


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