Windows-Vorinstallation: Gibt Microsoft illlegal Rabatt?

Windows Microsoft muss auch in unserem Nachbarland Polen Strafen wegen angeblicher wettbewerbswidriger Geschäftspraktiken befürchten. Jetzt hat die dortige Anti-Korruptionsbehörde UOKiK entsprechende Unterlagen an die EU übergeben.

Sie wirft dem Softwarekonzern vor, den Wettbewerb in Polen mit illegalen Mitteln zu behindern. Wer dort einen Laptop erwerbe, könne nicht frei entscheiden, welches Betriebssystem er dazu erhält. Die Kunden seien praktisch gezwungen, Microsofts Betriebssystem zu kaufen, so die Vorwürfe der Behörde.

Die UOKiK hat nun Dokumente zu den Ergebnissen ihrer mehrere Monate andauernden Ermittlungen an die EU-Kommission übergeben. Hintergrund ist die Annahme, dass Microsoft auch in anderen europäischen Ländern den Wettbewerb mit illegalen Praktiken negativ beeinflusst.


Man geht davon aus, dass Microsoft hinter den Kulissen illegale Absprachen mit den Herstellern von Laptop-Computern trifft. Die UOKiK will von vielen Kunden Beschwerden erhalten haben, die bemängelten, dass sie beim Kauf ihres mobilen PCs keine Wahl haben, was das Betriebssystem angeht.

Konkret soll Microsoft den PC-Herstellern Rabatte einräumen, wenn diese eine möglichst hohe Zahl von Lizenzen in Verbindung mit ihren Produkten an den Mann bringen. Da Microsoft eine marktbeherrschende Stellung habe, verstoße das Unternehmen mit einer solchen Praxis wahrscheinlich gegen die Wettbewerbsbestimmungen der Europäischen Union, hieß es in polnischen Medien weiter.

Der beschuldigte Softwarekonzern will sich zu den Vorwürfen bisher nicht äußern, da ihm bisher keine näheren Informationen dazu vorliegen, ließ eine Sprecherin verlauten. In Polen gingen zuletzt in einem Jahr 1,5 Millionen Laptops über die Ladentheken - bei 96 Prozent der Geräte war Windows ab Werk installiert.

Sollte die EU aufgrund der Vorwürfe Ermittlungen einleiten, droht Microsoft möglicherweise eine erneute Geldstrafe in Millionenhöhe. Erst im Februar hatte die EU eine Strafe in Höhe von fast 900 Millionen Euro verhängt. Zuvor hatte Microsoft wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht schon einmal 780 Millionen Euro zahlen müssen.
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Mein Gott, das ist lächerlich! Selbst wenn dem so wäre?! Ist doch völlig in Ordnung und logisch, dass Microsoft Rabatte anbietet, wenn ein Hersteller sein Produkt gleich mit Windows ausliefert. Zumal man da auch nicht mehr von Rabatten reden brauch, da große Hersteller aufgrund der hohen Bestellmenge eh so gut wie nichts für die Windows-Lizenzen bezahlen müssen. Es liegt doch ganz allein (!!!) an den Händlern, dass sie keine PCs oder Laptops mit Linux anbieten und NICHT (!) an den Herstellern! Zumal es auch genügend Hersteller gibt, die auch Linux auf ihren PCs anbieten. Auf den neuesten Apple PCs lässt sich ja auch Windows installieren. Ich werde nun Apple verklagen, weil ich nirgendwo einen Apple PC nur mit vorinstalliertem Windows bekommen kann, da ich keinen Apple PC mit Mac OS haben möchte.... na? Fällt was auf? Ist EXAKT dasselbe!
 
@sushilange: lol wieder einer mit 0 Ahnung :) es gibt keine "Apple PCs", Apple verkauft Systeme....ansonsten gibt es natürlich PCs auf denen OSX läuft, aber zu kaufen gibt es die nicht...Ein PC ist ein Stück Hardware das mit einem OS bestückt werden muss, sei es GNU/Linux, BSD und zur Not auch noch Windows...darum muss ich immer lachen wenn ein Windows Nutzer sagt er hat Ahnung von "PCs", er hat höchstens Ahnung von Windows auf einem PC...
 
@sushilange: Joa, logisch gedacht ist diese Argumentation absolut haltlos. Sämtliche Güter müssten dann in Zukunft ohne irgendwelche Zusatzinhalte anderer Hersteller angeboten werden, oder zumindest jede Art von Mengenrabatten verboten werden. Die Demokratur EU hat aber bewiesen, dass ihnen gesunder Menschenverstand absolut fern liegt. Insofern kann diese "Anklage" durchaus Erfolg haben. @nati0n: Ahja, ein Windows user hat also nur Ahnung von PCs mit Windows. Danke, dass du mich das gelehrt hast. Ich nahm an, dass mein Wissen breitgefächerter sei, trotz aktiver Windows Nutzung. Danke!
 
@sushilange: Sein Vergleich ist absolut korrekt. Der Mac mit C2D ist voll Windows lauffähig um ihn in Betrieb zunehmen, ist also kein OS von Apple von Nöten.
 
@sushilange: Der Markt hat nunmal gesetze und Regeln. Bricht man die, ist es illegal. So einfach ist das.


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