Microsoft & Intel arbeiten an Parallel Computing-Tools

Entwicklung Intel und Microsoft wollen gemeinsam Tools für die Entwicklung von Parallel Computing-Applikationen entwickeln. Microsofts IDE Visual Studio wird dafür mit entsprechenden Features für die Programmierung in C und C++ ausgestattet.

Die Tools werden unter dem Namen "Intel Parallel Studio" (IPS) erarbeitet. Ende dieses Jahres will man eine öffentliche Beta-Phase starten, die bis Mitte 2009 andauert, teilte Intel gestern auf seiner Entwicklerkonferenz IDF in San Francisco mit.


IPS wird vier Komponenten für die Code-Analyse, das Anwendungs-Design, das Debugging und das Performance-Tuning enthalten. Intel setzt dabei auf Microsofts Parallel Computing-Runtime für Windows. Diese wird von der kommenden Visual Studio-Version nativ unterstützt.

Eine ergänzendes Tool für das IPS ist der Intel Parallel Advisor. Das Werkzeug analysiert automatisch die Codes von Anwendungen und gibt dem Entwickler Hinweise, an welchen Stellen sich die Integration von Parallel Computing-Funktionen anbietet. Weiterführend sollen Vorschläge für die Implementierung von Threads gemacht und Warnungen zu potenziellen Konflikten ausgegeben werden.

Der Parallel Advisor kommt den Angaben zufolge Mitte 2009 als Beta-Fassung heraus. Mit der Fertigstellung sei bis zum Ende des kommenden Jahres zu rechnen, so Intel. Man wies darauf hin, dass man die Tools nicht nur in Verbindung mit Intel-Compilern verwenden kann. Die Code-Vorschläge sollen auch mit Produkten anderer Hersteller umsetzbar sein.
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Hoffentlich wird es dadurch für die Programmierer wesentlich einfacher Rechenintensive Aufgaben auf mehrere Prozessorkerne (oder gar mehrere PCS) auszulagern.
 
@Agnag: 64 Bit und Multi-Kerne werden sich ab der nächsten OS generation und 2-3 neue Prozessor Generationen durchsetzen. Also auch in der Masse. Dann kommen auch sc hnell die Programme. Grund: Inzwischen gibt es keine Prozessoren mehr die kein "64" Bit unterstützen und mindestens 2 Kerne haben. Klar die speziellen Billig CPUs, aber die sind nicht für die Masse, sondern eher für entsprechende Produkte wie Netbooks.
 
Mit einer aktuellen GCC (GNU Compiler Collection) wär' das nicht passiert, da steht die OpenMP Schnittstelle zur Verfügung welche Verwendung parallelisierter Abläufe in Programmen wesentlich erleichtert. Entwickler von Anwendungen müssen sich so nicht mehr um Thread-Programmierung kümmern. Stattdessen bekommt die GCC die Anweisung, den Code entsprechend zu zerlegen und anzupassen, sodass das Programm am Ende auf mehreren Prozessoren verteilt ausgeführt wird. OpenMP ist eine seit 1997(!) von verschiedenen Hardware- und Compilerherstellern entwickelte Programmierschnittstelle. Der OpenMP Standard dient zur Shared-Memory-Programmierung in C/C++/Fortran auf Multiprozessor-Computern.
 
@Fusselbär: Toll. GCC ist damit aber nix besonderes. Zitat aus wikipedia "For instance, Visual C++ 2005 supports it (in its Professional and Team System editions [1]), and so do the Intel compilers for their x86 and IPF product series. [...]". Außerdem muss der Programmierer bei OpenMP dem Compiler sagen wo er was zerlegen kann. Hier geht's aber darum den Programmierer genau bei solchen Fragestellungen zu unterstützen und ihm u.a. entsprechende Codestellen vorzuschlagen und auf potentielle Fallstricke dabei hinzuweisen....
 
@Fusselbär: Jo, Visual C++ unterstützt seit der Version 2005 ebenfalls OpenMP.


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