Viren bauen zellgroße Batterien für Nano-Elektronik

Forschung & Wissenschaft Forscher am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben möglicherweise eine Energiequelle für sehr kleine elektronische Systeme gefunden: Sie wollen eine Batterie konstruieren, die halb so groß wie eine Zelle ist. Als Arbeitskräfte kommen bei der Produktion unter anderem Viren zum Einsatz. In ersten Versuchen ist es bereits gelungen, einen Elekrolyt-Layer aus Polymeren zu schaffen. Genmanipulierte Viren konnten anschließend dazu gebracht werden, auf diesem eine Anode zu formen: Sie produzierten einen dünnen Proteinfilm, auf dem sich Kobaltoxid-Moleküle zu dünnen Leitungen anordneten.

Der Layer aus Elektrolyt und Anoden wird anschließend auf eine Platin-Struktur mit einer Lithium-Folie aufgetragen. "Das Ergebnis war ein Elektroden-Gatter, das vollständige elektrochemische Funktionalität besaß", sagte MIT-Professorin Paula Hammond.

Im nächsten Schritt wollen die Forscher eine Methode entwickeln, auf die Gegenseite des Layers auch einzelne Kathoden aufzubringen. Erst dann wäre es möglich Mikro-Batterien aus dem Material herauszulösen. Diese sollen zukünftig beispielsweise sehr kleine medizinische Sensoren mit Strom versorgen, die bei Patienten in bestimmten Körperregionen platziert werden.
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