Mit Bandbreiten-Bremse auf Zeit gegen Power-User

Breitband Der US-Provider Comcast muss sich etwas Neues einfallen lassen, wenn er wie bisher vorgegeben, weiterhin sein Netz vor einer Überlastung durch Power-User schützen will. Mit einer BitTorrent-Bremse war das Unternehmen zuvor gescheitert. Comcast war von der US-Kommunikationsaufsicht FCC gerügt worden, weil das Unternehmen die Bandbreite seiner Internet-Anschlüsse für bestimmte Protokolle wie BitTorrent reduziert hatte. Dadurch sollten angeblich Engpässe bei den Netzkapazitäten vermieden werden.

Da die FCC eine solche Drosselung aber nach Beschwerden von Bürgerrechtlern untersagt hat, will Comcast nun bei Power-Usern eine generelle Internet-Bremse mit zeitlicher Begrenzung einführen. Die gesamte Bandbreite der Anschlüsse der betroffenen Kunden soll bei Engpässen künftig für Perioden von 10 bis 20 Minuten Länge eingeschränkt werden.

Dies kündigte Comcasts Vice President Mitch Bowling in einem Interview mit dem US-Wirtschaftssender Bloomberg an. Die Bandbreitenbremse soll "beinahe in Echtzeit" greifen können. Ebenso schnell will Comcast ermitteln können, ob Engpässe von einem bestimmten Power-User ausgehen.

Comcast hat in den USA 14,4 Millionen Kunden. Vor der Einführung des neuen Konzepts, das Comcast "Fair Share" nennt, sollen noch Feineinstellungen vor genommen werden, so Bowling. Generell soll die Bandbreite wieder auf ihr normales Niveau steigen, wenn die Engpässe bei den Netzkapazitäten überwunden sind.
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