 Nach dem Skandal um den Verkauf von Kundendaten, die aus den Datenbanken der Süddeutschen Klassenlotterie stammen, sind nun offenbar auch Nutzer der Deutschen Telekom betroffen. Der Umfang ist allerdings noch unklar.
Das vermeldete die Redaktion der Fernsehsendung "Kriminalreport", die von NDR und WDR produziert wird, vorab. Demnach sollen sich Beschäftigte in einem Call Center in Bremerhaven Zugriff auf Datenbanken verschafft haben, in denen persönliche Informationen über rund 30 Millionen Kunden verzeichnet sind.
Dem Vernehmen nach wurden anschließend auch Daten weiterverkauft. Das Call Center selbst ist allerdings nicht Bestandteil des Konzerns, sondern war nur in dessen Auftrag aktiv. Die Deutsche Telekom sehe sich als Opfer "hochkrimineller Machenschaften", hieß es. Das Unternehmen will nun die Staatsanwaltschaft einschalten.
Der Konzern gab allerdings an, dass von dem Call Center aus nicht die gesamte Kundendatenbank abrufbar war. Offenbar wurden die Informationen aber während eines Abgleichs der Daten mit den jeweiligen Kunden erlangt und parallel noch einmal gespeichert. Anschließend erfolgte der Verkauf. Weitere Details sollen in der kommenden Kriminalreport-Sendung gezeigt werden, die am 21. August um 21 Uhr im NDR läuft.
|