Strengere Strafen für Nutzerdaten-Handel gefordert

Die Devise müsse sein: "Wen ich nicht kenne, der kriegt keine Daten." Datensparsamkeit sei der beste Datenschutz: So wenig Informationen wie möglich, nur so viele wie unbedingt nötig. Wer sorglos mit seinen Daten umgehe, müsse sich nicht wundern, Opfer von Werbeanrufen oder unseriösen Geschäften zu werden.

"Datenmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt. Es geht um das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung", so Schaar. "Persönliche Daten sind keine Handelsware, über die Dritte beliebig verfügen dürfen." Dies gelte in besonderem Maß für Kontodaten und andere sensible Informationen.


Schaar forderte, die Regeln für die Verarbeitung persönlicher Daten zu verschärfen und die Datenschutzaufsicht effektiver zu gestalten, etwa durch Erhöhung des Bußgeldrahmens und eine bessere personelle Ausstattung der Aufsichtsbehörden. Unternehmen müssten außerdem dazu verpflichtet werden, die Betroffenen über den Missbrauch ihrer Daten zu informieren.

"Der Handel mit persönlichen Daten ist ein Milliardengeschäft, in dem es mafiöse Strukturen gibt", erläuterte Carstensen. Der BDK fordert deshalb den Einsatz von Datenfahndern entsprechend dem Modell der Steuerfahnder. Der Datenmissbrauch in der Wirtschaft sei eine gewaltige, neuartige Herausforderung, auf die der Staat nur im großen Maßstab reagieren könne. Carstensen sprach sich dafür aus, den Datenschützern mehr Kontrollmöglichkeiten im privatwirtschaftlichen Umgang mit personenbezogenen Daten zu geben.
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"Wen ich nicht kenne, der kriegt keine Daten." Aha, ich kenne die Leute von der Gebühreneinzugszentrale auch nicht und trotzdem kriegen die meine Daten und können meinen Briefkasten belagern. :-P
 
@Swayzak: An diesen Verein musste ich auch sofort denken: GEZ ist pleite nach neuem Gesetz *prust*
 
Verbot von Gewerblichen Datenhandel? Hm....lol? Das ist ein Milliardenbereich, Hallo Payback, Schober und co. Das wird im leben nicht verboten. Sehr schön in der Tat auch "Die Devise müsse sein: "Wen ich nicht kenne, der kriegt keine Daten." " Da müssen aber noch viele Leute an meiner Tür klingeln und sich bei mir vorstellen, allein schon wegen Vorratsdatenspeicherung und co.
 
@forum: Ich finde man sollte es einfach nur besser Kennzeichnen, also wenn man irgendwas abschließt das iwo "lesbar" steht das die Kontodaten für eigene, oder fremde Zwecke verwendet werden, ohne ein km langes AGB lesen zu müssen.
 
mal ehrlich... das geht seit jahren so. wäre das mit den skl-daten nicht rausgekommen, hätte es weiter stillschweigen gegeben. das internet ist voll mit beschwerden und kommentaren über tel-belästigungen usw usw... und das scheint nicht wirklich zu interessieren. aber egal. warten wir erst mal noch 1 -2 jahre bis dann irgendwas halbherziges entschieden wird und jeder drüber lacht. da müssen sehr viele dran verdienen, ansonsten wäre so ein thema schon viel früher aufgekommen. also gewisse leute sollen ja nicht denken, sie wären etwas tolles, wenn sie jetzt sagen, es müsse etwas getan werden ,....


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